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DroneShield Aktie: SaaS-Anteil von 7 auf 30 Prozent

Trotz verbesserter Drohnen-Software fällt die Aktie von DroneShield auf ein neues Tief. Fehlende Großaufträge belasten den Kurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert über vier Prozent
  • Neue Software für schnellere Erkennung
  • Wiederkehrende Einnahmen als Ziel
  • Großaufträge für Erholung nötig

DroneShield bringt neue Software auf den Markt. Die Anleger reagieren trotzdem mit Verkäufen. Die Aktie des Anti-Drohnen-Spezialisten fiel am Dienstag um 4,65 Prozent auf 1,46 Euro, nach einem Schlusskurs von 1,53 Euro am Montag.

Auf Monatssicht steht ein Minus von 17,21 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn hat das Papier 26,59 Prozent verloren. Vom Rekordhoch bei 3,65 Euro im Oktober 2025 trennen die Aktie inzwischen 60 Prozent.

Neue Software soll schnellere Drohnenbedrohungen erkennen

DroneShield hat sein Quartalsupdate für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Die Software verbessert nach Unternehmensangaben die Funkerkennung, die Reaktionsgeschwindigkeit beim Tracking und die operative Leistung der bereits ausgelieferten Systeme.

Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer sich schnell wandelnden Bedrohungslage. FPV-Drohnen und koordinierte Schwarmangriffe verkürzen die Zeit, die Betreiber zum Erkennen und Reagieren haben, drastisch. Gegner wechseln zudem häufiger Frequenzbänder und nutzen schwächere oder seltenere Funkprotokolle, um einer Entdeckung zu entgehen.

Zwei Funktionen stechen im neuen Release besonders hervor. Air-Gapped Updates erlauben Kunden auf abgeschotteten oder hochsicheren Netzwerken, ihre Systeme eigenständig über Wechseldatenträger zu aktualisieren. Das reduziert die Abhängigkeit von externem Support in Umgebungen mit Geheimhaltungsstufe. Hinzu kommen sogenannte Cloud Optimised GeoTIFF-Karten, mit denen Nutzer eigenes Kartenmaterial offline in die Kommandosoftware DroneSentry-C2 laden können — praktisch für Auslandseinsätze ohne kommerzielle Kartendienste.

CTO Angus Harris beschreibt die Updates als Teil eines festen Entwicklungsrhythmus. „Unsere Software-Roadmap folgt operativen Ergebnissen“, sagte Harris. Jedes Quartalsrelease baue auf den Verbesserungen der Vorquartale auf, ob bei Tracking-Geschwindigkeit oder Lokalisierungsgenauigkeit.

Software soll wiederkehrende Einnahmen stärken

Hinter dem Update steckt ein größeres Ziel: DroneShield will den Anteil wiederkehrender Softwareeinnahmen am Gesamtumsatz bis 2030 auf 30 Prozent steigern. Aktuell liegt dieser Anteil bei mageren 7 Prozent. Im ersten Quartal 2026 kamen aus dem SaaS-Geschäft umgerechnet 5,1 Millionen australische Dollar.

Die Rechnung dahinter ist einfach. Jeder Hardware-Verkauf soll zum Einstieg für ein Software-Abonnement werden. Regelmäßige Updates verwandeln die installierte Basis so in ein planbares Einnahmemodell.

Kurs bleibt trotz Fortschritten unter Druck

Die operativen Fortschritte spiegeln sich im Aktienkurs bislang nicht wider. Das Papier notiert 20,33 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,83 Euro. Der 14-Tage-RSI von 38,8 signalisiert eine weiterhin bärische, aber noch nicht extrem überverkaufte Marktlage.

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 72,23 Prozent zeigt, wie heftig die Aktie weiterhin schwankt. Marktbeobachter führen die Lücke zwischen operativem Fortschritt und Kursentwicklung auf fehlende Großaufträge zurück. Gefragt seien feste Vertragsabschlüsse statt schrittweiser Software-Meilensteine.

Analysten sehen den Schlüssel für eine nachhaltige Erholung in sogenannten Tier-One-Deals — Verträgen mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen australischen Dollar. Solange solche Großaufträge ausbleiben, dürfte die Quartalsroutine bei den Software-Updates von Sorgen über Auftragstiming und Umsetzung überschattet bleiben.

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Diskussion zu DroneShield

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.