DroneShield hat mit RfRecon ein tragbares Produkt für die Funkaufklärung im Feld vorgestellt. Das Unternehmen kündigte den Start Mitte August an, das Management bekräftigte am Rande der Halbjahreszahlen am vergangenen Montag, dass mit ersten Verkäufen der neuen Plattform in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu rechnen sei. Für Anleger ist das ein wichtiges Signal, denn die Aktie steht seit Monaten unter Druck.
Das tragbare RF-Produkt zielt auf feldfähige Überwachung per Funksignal ab und soll das bestehende Portfolio an Drohnenabwehrtechnik ergänzen. Genaue technische Details nannte das Unternehmen bislang nicht, wohl aber den zeitlichen Rahmen: Umsatzbeiträge sollen noch in diesem Jahr anfallen, nicht erst 2027.
Fertigungsausbau begleitet Produktstart
Parallel zum RfRecon-Start baut DroneShield seine Produktionskapazitäten aus. Medienberichten zufolge erreichte die installierte Basis softwaregestützter Geräte zuletzt 4.100 Einheiten.
Zugleich entsteht eine neue Fertigungsstätte in Sydney, und das Unternehmen hat nach eigenen Angaben erstmals Hardware in Europa produzieren lassen. Diese geografische Diversifizierung der Fertigung dürfte auch mit Blick auf Lieferzeiten und lokale Beschaffungsvorgaben europäischer Kunden strategisch relevant sein.
Die Ausweitung der Produktion fällt in eine Phase, in der DroneShield operativ wächst, aber zugleich höhere Kosten verkraften muss. Die Halbjahreszahlen vom Montag hatten einen Rekordumsatz bei gleichzeitig ausgeweitetem Verlust gezeigt – ein Muster, das sich in den kommenden Quartalen laut Unternehmensangaben durch die für 2026 bestätigte Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen australischen Dollar auflösen soll. Das wiederkehrende Umsatzgeschäft legte im ersten Halbjahr um 229 Prozent auf 11,5 Millionen australische Dollar zu, ein Bereich, den RfRecon mittelfristig weiter stärken könnte.
ASIC-Untersuchung bleibt offen
Weiterhin unklar ist der Ausgang einer Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC zu Börsenmitteilungen und Handelsaktivität im November 2025. DroneShield bestätigte am Montag, dass es die Behörde weiterhin unterstützt, ein Ergebnis liegt bislang nicht vor. Diese offene Baustelle dürfte die Unsicherheit rund um das Papier zusätzlich befeuern, solange keine Klärung erfolgt.
Kursverlauf spiegelt Skepsis wider
An der Börse zeigt sich die Zurückhaltung der Anleger deutlich: Die Aktie notiert aktuell bei 1,07 Euro und damit 72 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, das Anfang Oktober erreicht wurde.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursrückgang von 40 Prozent zu Buche. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 1,81 Euro beträgt derzeit 41 Prozent, was die anhaltende mittelfristige Schwäche unterstreicht.
Ob RfRecon der erhoffte Wachstumstreiber wird, hängt nun an der Umsetzung: Erste Verkäufe sollen die These stützen, dass DroneShield sein Produktportfolio erfolgreich diversifiziert, während die schwebende ASIC-Prüfung als Belastungsfaktor im Hintergrund bleibt.
DroneShield-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DroneShield-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten DroneShield-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DroneShield-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DroneShield: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
