DroneShield bringt seine Abwehrsysteme gegen Drohnen direkt nach Europa. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris verkündete das Unternehmen den Start der lokalen Produktion. Das Ziel: kürzere Lieferwege und eine stärkere Bindung an europäische Verteidigungsbudgets.
Das erste Abwehrsystem hat das europäische Fließband bereits verlassen. DroneShield nutzt dafür vor allem regionale Zulieferer und Auftragsfertiger. Damit reagiert der Konzern auf die steigende Nachfrage. Die EU fordert mit ihrer „Readiness 2030“-Strategie mehr industrielle Eigenständigkeit. DroneShield liefert passend dazu die lokale Fertigung.
Millionen-Deal in den USA
Vertriebschef Louis Gamarra sieht in dem Startschuss einen wichtigen Meilenstein. Europäische Kunden erhalten künftige Systeme direkt aus der EU. Das sichert den Nachschub. Parallel dazu meldet das Unternehmen Erfolge in den USA. Anfang Juni sicherte sich DroneShield einen neuen Auftrag des US-Militärs.
Der Vertrag mit der Joint Interagency Task Force 401 bringt anfangs 19,3 Millionen US-Dollar. Weitere Optionen erhöhen das Volumen auf knapp 25 Millionen Dollar.
Die Laufzeit des Rahmenvertrags beträgt fünf Jahre. Mindestens zehn Millionen Dollar verbucht der Konzern noch im laufenden Geschäftsjahr als sicheren Umsatz.
Aktie sucht den Boden
An der Börse verpuffen die operativen Fortschritte vorerst. Die Aktie notiert am Dienstag bei 1,72 Euro und verliert leicht. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 13 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Kurs liegt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,07 Euro.
Operativ schafft DroneShield mit der Europa-Expansion und dem US-Großauftrag klare Fakten. Der RSI-Wert von 38 signalisiert derweil eine leicht überverkaufte Lage. Mit den garantierten Einnahmen aus dem US-Deal ist das finanzielle Fundament für die kommenden Monate gesichert.
