Der Markt für Drohnenabwehr wächst rasant. DroneShield positioniert sich nun für lukrative Aufträge in Europa und dem Nahen Osten. Dafür holt sich der australische Spezialist ein Schwergewicht an Bord.
DroneShield und der dänische Rüstungskonzern Terma haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Eine entsprechende Absichtserklärung ist unterzeichnet. Terma ist mit rund 2.200 Mitarbeitern das größte Luft- und Raumfahrtunternehmen Dänemarks.
Die Dänen sind im Bereich der Drohnenabwehr kein unbeschriebenes Blatt. Kürzlich übernahm Terma den britischen Spezialisten OSL Technology. Das Ziel: ein mehrschichtiges Abwehrsystem. Beide Unternehmen wollen nun ihre Technologien bündeln. Dazu gehören KI-gestützte Erkennung, elektronische Kriegsführung und Steuerungssoftware.
Fokus auf Europa und starke Bilanzen
Die geografische Ausrichtung der Allianz ist eindeutig. Europa und der Nahe Osten stehen im Mittelpunkt. Besonders europäische NATO-Staaten beschleunigen aktuell ihre Beschaffungsprogramme für Drohnenabwehr. DroneShield bringt dafür finanzielle Stärke mit. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Unternehmen den zweithöchsten Umsatz der Firmengeschichte.
Der operative Cashflow ist seit vier Quartalen positiv. Auf den Konten liegen mehr als 200 Millionen Australische Dollar.
An der Börse kommt die Expansion gut an. Die Aktie legt heute um 3,61 Prozent auf 2,27 Euro zu. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 202 Prozent.
Netzwerk wächst vor Hauptversammlung
Die Kooperation mit Terma reiht sich in eine breitere Strategie ein. Erst im März vereinbarte DroneShield eine Zusammenarbeit mit Origin Robotics. Dabei geht es um die Integration von Abfangdrohnen in das eigene System. Solche physischen Abwehrmaßnahmen ergänzen die elektronische Störtechnik.
Am 29. Mai 2026 stellt sich das Management den Aktionären. Auf der Hauptversammlung in Sydney stehen auch personelle Weichenstellungen an. Hamish McLennan übernimmt nach dem Treffen den Vorsitz des Aufsichtsrats. Er gehört dem Gremium bereits seit Anfang Mai als unabhängiger Direktor an.
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