DroneShield meldet die operative Einsatzbereitschaft für sein Drohnenabwehrsystem DroneSentry-X Mk2 bei den US-Streitkräften. Gestern gab das Unternehmen den erfolgreichen Abschluss der Montage und der behördlichen Abnahmetests auf leichten Infanteriefahrzeugen bekannt. An der Börse legte die Aktie heute um 3,6 Prozent auf 1,02 Euro zu.
Die Abnahme markiert einen wichtigen Meilenstein für die mobile Drohnenabwehr im Feldeinsatz. Moderne Streitkräfte stehen vor der Herausforderung, kleine unbemannte Flugkörper direkt im Einsatzgebiet und in voller Fahrt abzuwehren. Der Abschluss des Integrationsprogramms belegt die Eignung der kompakten Sensor- und Störtechnologie für die Begleitung militärischer Einheiten.
Rasche Umsetzung im JIATF-401-Programm
Von der Auftragsvergabe bis zum Projektabschluss vergingen rund 80 Tage. In dieser Frist erfolgten die Auslieferung, die fahrzeuggebundene Installation sowie ein Abnahmetest mit Live-Drohnen und die Bedienerschulung. Mit dem erfolgreichen Testlauf erreichte das Vorhaben den Status der Anfangsbereitschaft.
Montiert wurde die Ausrüstung auf sogenannten Infantry Squad Vehicles. Diese Truppentransporter basieren auf dem Chevrolet Colorado ZR2 und sind für Luftlandeeinheiten ausgelegt. Nate Webb, Director of Strategic Projects bei DroneShield, betonte die Dringlichkeit schneller Bereitstellungszyklen.
Abwehrsysteme müssten mit dem Tempo Schritt halten, in dem sich Bedrohungen entwickeln. Eine geplante Vertragsänderung sieht bereits die Lieferung von drei zusätzlichen Einheiten vor.
Vorgaben für das Gesamtjahr
Die zügige Abnahme demonstriert die Lieferfähigkeit des Unternehmens im anspruchsvollen US-Verteidigungssektor. Diese Ausführungsgeschwindigkeit ist für die Jahresziele wesentlich, nachdem DroneShield seine Halbjahresbilanz mit einem EBITDA-Verlust vorgelegt hatte (vor gut drei Wochen, seither -7,5 %).
Für das Gesamtjahr peilt das Management einen Erlös von bis zu 270 Millionen Australischen Dollar an. Die Bruttomarge soll rund 65 Prozent betragen.
Software-Entwicklung und Profitabilität
Parallel dazu treibt das Unternehmen technologische Neuerungen voran. In der zweiten Jahreshälfte sollen die ersten Versionen der Hochfrequenz-Erkennungssoftware RfAI-3 erscheinen.
Für Anleger entscheidet sich in den kommenden Monaten, ob DroneShield die operative Dynamik nutzen kann, um die bestehende Auftragspipeline in nachhaltige Gewinne umzuwandeln.
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