DroneShield hat am Donnerstag gleich zwei operative Fortschritte vermeldet: Die kumulierte Committed Revenue für das Geschäftsjahr 2026 kletterte auf 251 Millionen US-Dollar und liegt damit innerhalb der eigenen Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen US-Dollar. Zugleich verbuchte der australische Hersteller von Drohnenabwehrtechnik die erste Bestellung für sein KI-gestütztes Gerät RfRecon.
Erste Order für neue Produktgeneration
Die Hardware für RfRecon soll bis Ende des laufenden Jahres an einen bestehenden westeuropäischen Militärkunden ausgeliefert werden. DroneShield selbst bezeichnet den Auftrag nicht als materiell im Sinne der Umsatzgröße, wertet ihn aber als wichtige Validierung der nächsten Produktgeneration im Bereich Counter-Drone-Technologie.
Für Anleger ist das ein Signal, dass sich das Unternehmen nicht allein auf sein bestehendes Sensor- und Störsender-Portfolio verlässt, sondern die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt und am Markt platziert.
Parallel dazu gab das Unternehmen bekannt, dass die Committed Revenue für das Geschäftsjahr 2027 und darüber hinaus bereits bei 46 Millionen US-Dollar liegt.
Diese Zahl markiert einen ersten Ausblick über das laufende Geschäftsjahr hinaus und zeigt, dass DroneShield schon jetzt Aufträge für die Folgejahre einwirbt – ein Indiz für eine gewisse Visibilität der künftigen Umsatzentwicklung, auch wenn der Betrag im Vergleich zur aktuellen Jahres-Zielspanne noch überschaubar ausfällt.
Führungswechsel als Randnotiz zur operativen Nachricht
In dieselbe Mitteilung eingebettet war die Personalie an der Unternehmensspitze: Nach mehr als acht Jahren verlässt die bisherige Finanzchefin und Joint Company Secretary Carla Balanco das Unternehmen.
Ihre Nachfolge tritt Rebecca Lowde zum 2. November an, die zuvor als CFO bei MYOB eine Refinanzierung der Schulden und Verbesserungen beim operativen Gewinn begleitete und bei Afterpay in den Funktionen CFO und Chief People Officer tätig war, unter anderem im Rahmen einer Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden US-Dollar sowie der Übernahme von Afterpay durch Block im Volumen von 39 Milliarden US-Dollar.
Kursreaktion bleibt verhalten
An der Börse hat die Häufung positiver Unternehmensnachrichten den Abwärtstrend bislang nicht gebrochen. Zum Schluss des vergangenen Freitags notierte die Aktie bei 1,04 Euro und damit rund 15 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursrückgang von 42 Prozent zu Buche. Der jüngste operative Newsflow – von der Umsatzsteigerung über die erste RfRecon-Bestellung bis zum CFO-Wechsel – liefert damit zumindest fundamentale Argumente, die dem seit Monaten anhaltenden Abwärtsdruck entgegenstehen könnten.
Ob sich das in einer nachhaltigen Kurserholung niederschlägt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob DroneShield die Committed Revenue in den kommenden Quartalen tatsächlich in fakturierte Umsätze umsetzt.
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