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DroneShield Aktie: ASIC prüft November-Kommunikation

DroneShield-Aktie erholt sich leicht, während die australische Finanzaufsicht die Kommunikation des Unternehmens prüft. Neuer Aufsichtsrat und Rekordzahlen im Kerngeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um 3,15 Prozent
  • ASIC prüft Kommunikation im November 2025
  • Neuer Aufsichtsrat Lee Goddard tritt an
  • Umsatzplus von 121 Prozent im ersten Quartal

Ein neuer Aufsichtsrat, eine laufende Behördenprüfung und Rekordzahlen im Kerngeschäft — bei DroneShield prallen gerade drei Geschichten aufeinander. Am Mittwoch legte die Aktie des australischen Anti-Drohnen-Spezialisten um 3,15 Prozent auf 1,49 Euro zu. Das ist der erste spürbare Gegentrend nach Wochen fallender Kurse.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst am Dienstag schloss das Papier bei 1,45 Euro, nachdem es in der Vorwoche wiederholt neue Jahrestiefs markiert hatte. Auf Monatssicht steht dennoch ein Minus von 23 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sind es sogar fast 25 Prozent. Vom Rekordhoch bei 3,65 Euro aus dem Oktober 2025 trennen die Aktie weiterhin fast 60 Prozent.

Neuer Mann im Aufsichtsrat

Zum 1. Juli tritt Konteradmiral a.D. Lee Goddard sein Amt als unabhängiges Aufsichtsratsmitglied an. Goddard bringt über drei Jahrzehnte Führungserfahrung aus Verteidigung, nationaler Sicherheit und Regierungsarbeit mit, darunter hohe Kommandoposten bei der Royal Australian Navy. Sein Wissen über Beschaffungssysteme und internationale Verteidigungskooperation zwischen Australien, den USA und verbündeten Staaten könnte die strategische Ausrichtung von DroneShield direkt beeinflussen.

Seine erste Meldung an die australische Börse ASX bestätigt: Goddard hält zum Start keinerlei Beteiligungen an DroneShield-Wertpapieren oder verbundenen Verträgen. Ein sauberer Einstieg ohne Interessenkonflikte.

Die Börsenaufsicht schaut genau hin

Die Personalie fällt in eine heikle Phase für das Unternehmen. Die australische Finanzaufsicht ASIC prüft derzeit die Kommunikation von DroneShield gegenüber der Börse zwischen dem 1. und 20. November 2025. Ebenso im Fokus: die Handelsaktivität in der Aktie zwischen dem 6. und 12. November 2025.

In diesen Zeitraum fällt ein Aktienverkauf von umgerechnet rund 66,8 Millionen australischen Dollar durch den ehemaligen CEO Oleg Vornik, den ehemaligen Chairman Peter James und Direktor Jethro Marks. Parallel dazu veröffentlichte DroneShield eine fehlerhafte Auftragsmeldung, die später zurückgezogen wurde. Das Unternehmen betont, interne Freigabeprozesse seien nach Standardverfahren gelaufen — kooperiert aber vollständig mit der Behörde.

Zahlen sprechen eine andere Sprache

Während die Aufsicht ermittelt, liefert das operative Geschäft beeindruckende Werte. Die Auftragspipeline summiert sich auf 2,2 Milliarden australische Dollar, verteilt auf 312 aktive Projekte weltweit. Europa und Großbritannien bilden mit 1,1 Milliarden Dollar über 77 Projekte den größten Einzelmarkt.

Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete DroneShield einen Umsatz von 74,1 Millionen australischen Dollar. Das entspricht einem Plus von 121 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Kundenzahlungen erreichten mit 77,4 Millionen Dollar einen Rekordwert, ein Sprung von 360 Prozent im Jahresvergleich.

Zum vierten Mal in Folge erzielte das Unternehmen zudem einen positiven operativen Cashflow. Die Kassenreserve wuchs dadurch auf 222,8 Millionen australische Dollar. Ein früherer Großauftrag über 61,6 Millionen Dollar von einem europäischen Militärkunden im Juni 2025 unterstreicht die Nachfrage aus dem Verteidigungssektor zusätzlich.

Charttechnik zeigt Stabilisierung

Der jüngste Ausverkauf drückte den 14-Tage-RSI auf 38,8 — ein Bereich, der auf eine gewisse Erschöpfung des Abwärtsdrucks hindeutet. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 2,05 Euro fehlen der Aktie weiterhin 27,20 Prozent, zum 50-Tage-Schnitt bei 1,89 Euro sind es rund 21 Prozent.

Der Tagesgewinn markiert immerhin einen Bruch mit der Serie neuer Tiefstände. Ob DroneShield diesen Schwung zum 50-Tage-Durchschnitt hin fortsetzen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Unsicherheit rund um die ASIC-Prüfung auflöst.

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