Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei DroneShield klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Spezialist für Drohnenabwehr baut seine Kapazitäten in den USA massiv aus und meldet Rekordumsätze. An der Börse dominiert jedoch ein handfester Führungsskandal das Geschehen.
Ermittlungen drücken den Kurs
Die Aktie verlor am Dienstag fast acht Prozent und rutschte auf 1,80 Euro ab. Damit hat sich der Wert seit dem Hoch im vergangenen Oktober nahezu halbiert.
Der Grund für den Absturz liegt in Australien. Die Aufsichtsbehörde ASIC ermittelt gegen das Unternehmen. DroneShield hatte im November 2025 einen Auftrag über 7,6 Millionen australische Dollar fälschlicherweise als Neugeschäft verbucht. Tatsächlich handelte es sich um eine Doppelzählung.
Die Folge: ein massiver Vertrauensverlust. Brisant ist das Timing. Der damalige CEO Oleg Vornik und Aufsichtsratschef Peter James verkauften kurz vor Bekanntwerden des Fehlers Aktien für zweistellige Millionenbeträge. Vornik hat seinen Posten im April geräumt. James verlässt das Gremium Ende Mai.
Expansion in den USA und Europa
Das operative Geschäft liefert derweil ein völlig anderes Bild. DroneShield präsentiert seine Abwehrsysteme diese Woche auf der Fachmesse SOF Week in Tampa. Die Nachfrage des US-Militärs ist hoch. Das Unternehmen verdoppelt deshalb seine amerikanische Produktionskapazität.
Dieser Ausbau soll in sechs bis neun Monaten abgeschlossen sein. Damit beendet das Management das Projekt deutlich schneller als ursprünglich geplant. Parallel dazu treibt DroneShield die Expansion in Europa voran. Eine neue Zentrale in Amsterdam steht bereits. Ab Mitte 2026 sollen erste Systeme in der EU vom Band rollen.
Rekordumsatz und volle Kassen
Die jüngsten Geschäftszahlen untermauern den Wachstumskurs. Im März-Quartal stieg der Umsatz um 121 Prozent auf gut 74 Millionen australische Dollar. Besonders das margenstarke Software-Geschäft wuchs rasant.
Bis 2030 will DroneShield fast ein Drittel seiner Erlöse aus wiederkehrenden Software-Verträgen erzielen. Die finanzielle Basis dafür ist solide. Das Unternehmen sitzt auf Barreserven von über 220 Millionen Dollar und ist schuldenfrei. Die Projektpipeline umfasst aktuell ein Volumen von 2,2 Milliarden Dollar.
Bewährungsprobe für das neue Management
Der neue CEO Angus Bean muss nun den Spagat schaffen. Er leitet das operative Wachstum und muss das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. Am 29. Mai stellt sich das Management auf der Hauptversammlung in Sydney den Aktionären.
Wenige Tage später, am 3. Juni, liefert der Quartalsbericht die nächsten harten Finanzdaten. Dann müssen die neuen Führungskräfte belegen, dass die ASIC-Ermittlungen das florierende Tagesgeschäft nicht ausbremsen.
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