DroneShield hat mit RfRecon ein neues portables Funkaufklärungssystem vorgestellt, das nach Unternehmensangaben die sechsfache Spektrumsabdeckung und die vierfache KI-Rechenleistung der Vorgängermodelle bietet. Die Architektur trägt den Namen RfAI-3. Bell-Potter-Analyst Baxter Kirk bezeichnete den Produktlaunch als Höhepunkt eines vierjährigen Entwicklungszyklus, wie am vergangenen Montag berichtet wurde.
Parallel dazu meldete das Unternehmen einen weiteren Auftrag: Das Kansas City Police Department beauftragte DroneShield laut Medienberichten mit Detektions- und Abwehrschichten gegen Drohnen für staatliche und lokale Veranstaltungen. Der geschätzte Auftragswert liegt zwischen 5 und 10 Millionen US-Dollar.
Auftragslage bleibt robust trotz gesenkter Prognose
DroneShield hatte am vergangenen Montag die Jahresprognose für 2026 auf 250 bis 270 Millionen australische Dollar gesenkt und damit den Markt enttäuscht, der bislang deutlich höhere Erwartungen hegte. Seither hat das Papier rund 6,7 Prozent verloren.
Die operative Substanz scheint davon unberührt: Zum 28. Juli lagen bereits 206 Millionen australische Dollar an fest zugesagten Umsätzen für das Geschäftsjahr vor – nahezu so viel wie im gesamten Vorjahr.
Zusätzlich kündigte das Unternehmen an, die globale Jahresproduktionskapazität solle bis Ende 2026 auf rund 2,4 Milliarden australische Dollar steigen. Grundlage dafür ist der Ausbau europäischer Fertigungsstätten. Diese Kapazitätserweiterung deutet darauf hin, dass DroneShield trotz der kurzfristigen Prognosekorrektur auf deutlich höhere Auftragsvolumina in den kommenden Jahren setzt.
Auch aus den USA kommt Rückenwind: Die Air Education and Training Command der US-Luftwaffe hat eine Ausschreibung für die Beschaffung von DroneShield-IRK-Systemen zur Drohnenerkennung am Standort Goodfellow Air Force Base in Texas veröffentlicht. Die Systeme werden dabei als Markenware namentlich genannt. Der Zuschlag soll am 1. September 2026 erfolgen.
Kurs bleibt unter Druck, Bewertung am Markt gedrückt
Trotz der operativen Fortschritte notiert die Aktie am Donnerstag bei 1,24 Euro und damit 3,2 Prozent niedriger als am Vortag. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 31 Prozent zu Buche, gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro aus Anfang Oktober liegt der Kurs 67 Prozent zurück. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf umgerechnet 1,23 Milliarden Euro.
Institutionelle Investoren halten laut Unternehmensangaben rund 42 Prozent der Anteile, strategische Investoren 3 Prozent, Management und Insider 2 Prozent. Diese breite institutionelle Basis signalisiert, dass professionelle Anleger trotz der Kursschwäche an der langfristigen Wachstumsstory festhalten – gestützt auf die Kombination aus neuen Produkten, wachsender Fertigungskapazität und einer Auftragspipeline, die sich sowohl über zivile Behörden als auch über das US-Militär erstreckt.
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