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DroneShield Aktie: 14,9% Short-Quote – meistgeshorteter ASX-Titel

DroneShield erreicht an der ASX die höchste Leerverkaufsquote, während der Umsatz wächst, aber Verluste und ein fallender Aktienkurs belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Höchste Shortquote an Australiens Börse
  • Halbjahresumsatz steigt um 74 Prozent
  • Nettoverlust von 32,2 Millionen Dollar
  • Aktie verliert binnen Jahresfrist 39 Prozent

DroneShield ist zum meistgeshorteten Aktientitel an der australischen Börse aufgestiegen. Laut ASIC-Daten vom Dienstag liegt die Leerverkaufsquote des Rüstungselektronik-Unternehmens bei 14,9 Prozent – der höchste Wert unter allen an der ASX notierten Werten, noch vor Titeln wie Lotus Resources oder Zip Co. Die Nachricht wirft ein Schlaglicht auf die tiefe Skepsis, mit der ein Teil der Investoren dem Anti-Drohnen-Spezialisten derzeit begegnet.

Wetten auf fallende Kurse trotz starkem Wachstum

Bemerkenswert ist der Kontrast: Die hohe Shortquote steht einer operativ starken Geschäftsentwicklung gegenüber. Im ersten Halbjahr legte der Umsatz um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar zu, der wiederkehrende Umsatz sprang sogar um 229 Prozent auf 11,5 Millionen Dollar.

Dem stand allerdings ein Nettoverlust von 32,2 Millionen Dollar gegenüber – im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 2,1 Millionen Dollar ausgewiesen. Das EBITDA fiel mit minus 12,4 Millionen Dollar ebenfalls negativ aus. Die Barreserven von 180 Millionen Dollar bieten dem Unternehmen dabei einen gewissen finanziellen Spielraum.

Genau in dieser Diskrepanz zwischen kräftigem Umsatzwachstum und roten Zahlen dürfte ein Teil der Erklärung für das hohe Short-Interesse liegen. Leerverkäufer wetten offenbar darauf, dass die Bewertung des Unternehmens die operative Realität – steigende Kosten bei gleichzeitig noch dünner Profitabilität – nicht ausreichend widerspiegelt.

Kursverlauf spiegelt die Skepsis

Die Marktbewegung der vergangenen Monate untermauert dieses Bild. Die Aktie notierte am Dienstag im australischen Handel bei 1,730 australischen Dollar und büßte damit rund 2 Prozent ein. Im deutschen Handel schloss der Titel am Montag bei 1,10 Euro, nach einem Tagesplus von 1,4 Prozent.

Der Blick auf die vergangenen zwölf Monate zeigt jedoch deutlichen Abwärtsdruck: Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 39 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich derselbe Rückgang. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,79 Euro, erreicht am 1. Oktober vergangenen Jahres, trennen die Aktie mittlerweile 71 Prozent.

Zugleich bewegt sich der Kurs mit 34 Prozent Abstand deutlich über seinem 52-Wochen-Tief von 0,8230 Euro, das erst am 21. November markiert wurde. Diese Spanne verdeutlicht die hohe Schwankungsbreite des Papiers – die 30-Tage-Volatilität liegt annualisiert bei 87 Prozent, ein Wert, der die Nervosität rund um den Titel unterstreicht.

Was die hohe Shortquote für Anleger bedeutet

Eine derart hohe Leerverkaufsquote ist ein zweischneidiges Signal. Sie zeigt einerseits, dass ein erheblicher Teil der professionellen Marktteilnehmer weiteres Kurspotenzial nach unten sieht. Andererseits bergen stark geshortete Titel bei positiven Nachrichten das Potenzial für abrupte Gegenbewegungen, wenn Leerverkäufer ihre Positionen eindecken müssen.

Für DroneShield-Aktionäre bleibt die Situation damit angespannt: Das operative Umsatzwachstum ist unbestreitbar, doch der Weg zur Profitabilität und das Vertrauen breiter Anlegerkreise stehen weiterhin auf der Probe.

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Diskussion zu DroneShield

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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