Auf der heute gestarteten SAHA Expo in Istanbul präsentiert DroneShield seine neuesten Drohnenabwehrsysteme. Die weltweite Nachfrage nach dieser Technologie zwingt das Unternehmen aktuell zu einer massiven Ausweitung seiner Kapazitäten. Das erste Quartal lieferte bereits einen Vorgeschmack. Die Kundeneinnahmen sprangen um 360 Prozent auf 77,4 Millionen Australische Dollar.
Auch beim Umsatz verzeichnet der Konzern einen Sprung. Er kletterte im ersten Jahresviertel auf 74,1 Millionen Australische Dollar. An der Börse spiegelt sich diese Dynamik wider. Die Aktie notiert aktuell bei 2,28 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von rund 204 Prozent auf der Anzeigetafel.
Sprung nach Europa
Um das hohe Tempo zu halten, baut das Management die Produktion massiv aus. Bis Ende 2026 soll die jährliche Kapazität auf 2,4 Milliarden Australische Dollar steigen. Das ist fast eine Verfünffachung im Vergleich zum Vorjahr.
Ein zentraler Baustein dafür ist Europa. DroneShield hat in Amsterdam ein neues regionales Hauptquartier eröffnet. Parallel dazu startet eine neue Fertigungslinie bei einem europäischen Auftragsfertiger. Erste Auslieferungen aus dieser Anlage sind für Mitte 2026 geplant. Das Ziel: Der Konzern will sich besser für Rüstungsaufträge der EU und der NATO positionieren.
Frischer Wind im Vorstand
Diese Wachstumsphase steuert ein neues Führungsteam. Angus Bean leitet das Unternehmen seit Anfang April als neuer Vorstandschef. Er war zuvor Produktchef und kennt den Konzern seit über einem Jahrzehnt.
Ihm zur Seite steht bald Hamish McLennan. Er rückt voraussichtlich nach der Hauptversammlung am 29. Mai an die Spitze des Verwaltungsrats. Der bisherige Vorsitzende Peter James verabschiedet sich dann in den Ruhestand.
Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Für das laufende Geschäftsjahr verbucht der Konzern bereits feste Umsätze von knapp 155 Millionen Australischen Dollar. Analysten bewerten die Aktie aktuell mit „Buy“ und sehen das Kursziel bei 4,80 Australischen Dollar. Die entscheidende Aufgabe für das neue Management ist nun klar definiert. Es muss die globale Vertriebspipeline von 2,2 Milliarden Australischen Dollar erfolgreich in tatsächliche Erlöse verwandeln.
