Nach zwei Verlusttagen berappelt sich die Wall Street. Nachlassende Sorgen um den KI-Investitionsboom und Entspannungssignale im Nahen Osten geben dem Dow Jones zum Wochenschluss Rückenwind. Ein Ausreißer nach unten zeigt allerdings, wie schnell einzelne Branchen unter Druck geraten können.
Politik und KI stützen die Stimmung
Der Dow Jones Industrial legte im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 51.489 Punkte zu. Vorbörslich war der Index noch bei 51.320 Punkten gehandelt worden. Damit deutet sich ein Wochengewinn von rund 0,3 Prozent an. S&P 500 und Nasdaq 100 folgen mit Aufschlägen von 0,5 beziehungsweise 0,4 Prozent.
Der Nasdaq 100 hatte tags zuvor wegen KI-Ängsten zeitweise bis zu zwei Prozent eingebüßt. Nun greifen Anleger wieder zu, auch weil starke Umsatzprognosen im KI-Sektor die Korrektur abmildern.
Hinzu kommt die Geopolitik. US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA planten vor den Zwischenwahlen im November keinen Angriff auf den Iran, und sprach von „produktiven Gesprächen“. Die Ölpreise gaben etwas nach, was die Stimmung zusätzlich aufhellte.
Amazon vorn, Apple am Ende
Im Dow führt Amazon mit einem Plus von 2,3 Prozent. Cisco Systems, Visa und Microsoft gewinnen je 1,9 Prozent, Merck & Co legt um 1,7 Prozent zu.
Am anderen Ende steht Apple mit einem Minus von 1,8 Prozent. Medienberichten zufolge hat der Konzern Komponentenbestellungen gekürzt, weil die Nachfrage nach den iPhone-Modellen 18 Pro und 18 Pro Max unerwartet schwach ausfällt. Home Depot und 3M verlieren bis zu 1,4 Prozent.
Telekomwerte unter Druck
Abseits des Dow sorgt die Telekombranche für Gesprächsstoff. SpaceX will US-Mobilfunkfrequenzen erwerben. Mit seinem Satellitennetz Starlink könnte der Konzern damit zu einem bedeutenden neuen Wettbewerber im US-Mobilfunkmarkt werden.
T-Mobile US bricht um elf Prozent ein, AT&T und Verizon geben ebenfalls deutlich nach. Die SpaceX-Aktie steigt dagegen um 1,7 Prozent. Im Nasdaq 100 führt Lumentum die Gewinnerliste mit 7,1 Prozent an.
Für den Dow bleibt die Marke von 51.000 Punkten als Orientierung: Hält der Index den Wochenschluss oberhalb von 51.300 Punkten, würde der leichte Wochengewinn von rund 0,3 Prozent Bestand haben.
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