Entspannung im Nahen Osten und schwächere US-Inflationsdaten liefern der Wall Street frischen Wind. Der Dow Jones überspringt dabei eine wichtige charttechnische Hürde. Angetrieben von Tech-Schwergewichten ließen Anleger ihre Vorsicht fallen.
Friedenshoffnung drückt Ölpreise
Pakistan vermittelt offenbar neue Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. Diese Nachricht sorgte am Dienstag für sofortige Erleichterung an den Märkten. Die Folge: Die Ölpreise rutschten deutlich ab. Ein Barrel der US-Sorte WTI verbilligte sich um über sieben Prozent und fiel auf 92 US-Dollar. Auch Brent-Rohöl sank unter die Marke von 98 Dollar.
Parallel dazu meldete die US-Regierung einen schwächeren Erzeugerpreisindex. Im März stiegen die Preise nur um 0,5 Prozent zum Vormonat. Auf Jahressicht lag das Plus bei 4,0 Prozent. Das weckt Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik der US-Notenbank. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel prompt auf 4,25 Prozent.
Tech-Werte glänzen, Energie schwächelt
Dieses Umfeld löste eine klare Sektor-Rotation aus. Sinkende Zinsen und fallende Ölpreise beflügelten vor allem Technologie- und Konsumwerte. Die Gewinner und Verlierer des Handelstages zeichneten ein klares Bild:
- Nvidia: +3,79 Prozent (196,49 US-Dollar)
- Amazon: +3,79 Prozent (248,97 US-Dollar)
- BlackRock: +4,20 Prozent dank starker ETF-Zuflüsse
- Chevron: -2,53 Prozent (186,93 US-Dollar)
- Wells Fargo: -5,00 Prozent nach verfehlten Zinserträgen
Chartbild hellt sich auf
Der Dow Jones schloss den Handelstag mit einem Plus von 0,66 Prozent bei 48.535 Punkten ab. Damit durchbrach der Index seinen jüngsten Abwärtstrendkanal. Er überwand die wichtige Marke von 48.300 Punkten auf Schlusskursbasis. Der Relative-Stärke-Index kletterte auf fast 71 Punkte. Ende März signalisierte dieser Wert noch einen überverkauften Markt. Hält die neue Unterstützung bei 48.300 Punkten, rücken nun die nächsten Widerstände in den Fokus. Charttechniker peilen als nächstes Ziel die Zone zwischen 49.000 und 49.200 Punkten an.
Stand heute, 25. Oktober: Dow Jones – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Dow Jones investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 25. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
