Die Chemiebranche stöhnt unter hohen Rohstoffkosten und schwacher Nachfrage – und Dow Inc. steckt mittendrin. Während der Konzern mit aggressiven Sparprogrammen gegensteuert, fragen sich Anleger: Reicht das, um den anhaltenden Abwärtstrend der Aktie endlich zu durchbrechen?
Düstere Prognose für das Schlussquartal
Die jüngste Geschäftsaussage des Materialwissenschaftlers ließ wenig Raum für Optimismus. Für das vierte Quartal 2025 erwartet das Management lediglich einen EBITDA von rund 725 Millionen US-Dollar. Als Hauptgründe nennt Dow die normale saisonale Schwäche und anhaltend hohe Kosten für Rohstoffe (Feedstocks). Diese Fressen weiterhin an den Margen und belasten das Ergebnis. Die einzige Gegenwehr: ein radikales Sparkurs. Das Unternehmen peilt insgesamt Einsparungen von einer Milliarde Dollar bis 2026 an, davon sollen allein in diesem Jahr 400 Millionen Dollar realisiert werden.
Analysten bleiben skeptisch
Die Wall Street zeigt sich von den Sparbemühungen bisher nicht überzeugt. Die Konsensmeinung für die Dow-Aktie bleibt bei „Hold“. Das durchschnittliche Kursziel von 14 Analysten liegt bei 26,00 Dollar und deutet nur auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial hin. Die Bandbreite der Einschätzungen ist jedoch groß. Während Citigroup sein Kursziel im November auf 23 Dollar senkte, halten andere wie Evercore ISI mit einem Ziel von 32 Dollar eine optimistischere Linie. Die Botschaft ist klar: Die Experten warten ab, ob Dow seine Versprechen einlösen kann.
Kann der alte Dividendenzahler mit seiner Disziplin die Wende schaffen? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die milliardenschweren Einsparungen die strukturellen Herausforderungen der Branche ausgleichen können. Für Anleger ist es ein Spiel der Geduld.
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