Die Parfümeriekette Douglas hat mit den vorläufigen Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal die Erwartungen des Marktes deutlich verfehlt. Der nachbörsliche Kursrückgang auf rund 10,00 Euro spricht eine klare Sprache.
Abschreibungen reißen tiefes Loch
Hauptverantwortlich für das Debakel ist eine Reihe von Wertminderungen: Douglas schreibt auf das Frankreich-Geschäft, den Onlineshop Parfumdreams sowie die Luxus-Tochter Niche Beauty im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich ab. Hinzu kommen weitere Wertberichtigungen in niedriger zweistelliger Millionenhöhe. Unterm Strich ergibt sich daraus ein Nettoverlust im hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbereich — Analysten hatten lediglich ein Minus von neun Millionen Euro einkalkuliert.
Auch das operative Geschäft läuft nicht rund. Der Umsatz legte zwar um 1,1 Prozent auf 949,7 Millionen Euro zu, doch das bereinigte Ebitda schrumpfte um 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro. Die entsprechende Marge rutschte von 13,0 auf 12,2 Prozent. Europäische Verbraucher zeigen sich zurückhaltend und legen laut Konzern einen stärkeren Fokus auf Preisaktionen — kein Wunder, dass das Margenniveau leidet.
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Jahresziele nach unten korrigiert
Das Management zieht die Konsequenzen und dämpft die Erwartungen für das Gesamtjahr 2025/26. Der Umsatz soll nun am unteren Ende der ursprünglichen Spanne von 4,65 bis 4,8 Milliarden Euro landen. Die bereinigte Ebitda-Marge peilt das Unternehmen nur noch bei rund 16,0 Prozent an, nach zuvor in Aussicht gestellten 16,5 Prozent.
Jefferies reagierte prompt und kappte das Kursziel von 14 auf 12 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Analysten verweisen auf die schwache Konsumentenstimmung im Euroraum als strukturellen Gegenwind. Die ausführlichen Quartalszahlen folgen am 12. Mai — dann dürfte sich zeigen, ob die Abschreibungen wirklich einmaligen Charakter haben oder tieferliegende Probleme im Portfolioausbau widerspiegeln.
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