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Dogecoin: Schlimme Vorahnungen?

Die ersten Dogecoin-ETFs verzeichnen trotz historischer Bedeutung nur geringes institutionelles Interesse. Während Bitcoin-Produkte Millionen einsammeln, bleiben Investoren bei Meme-Coins vorsichtig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nur 2 Millionen Dollar Zuflüsse in erster Woche
  • Bitcoin-ETFs sammeln 71 Millionen Dollar ein
  • Kurs kämpft um Stabilität bei 0,15 Dollar
  • Analysten sehen Widerstand bei 0,20 Dollar
  • Unterstützungszone bei 0,08 Dollar identifiziert

Dogecoin hat Geschichte geschrieben: Aus dem einstigen Internet-Witz wurde diese Woche ein ernsthaftes Finanzprodukt mit eigenen ETFs an der US-Börse. Doch statt eines Feuerwerks der Kursgewinne gab es zum Start nur ein laues Lüftchen, während institutionelle Anleger einen auffällig großen Bogen um den „Meme-König“ machten. Bedeutet das geringe Interesse das Ende der Hoffnungen auf institutionelles Geld oder bietet die aktuelle Ruhe vor dem Sturm eine unerwartete Einstiegschance?

Historischer Meilenstein wird zum Rohrkrepierer

Es sollte der nächste große Schritt für den Kryptomarkt sein: Mit Grayscale (GDOG) und Bitwise (BWOW) gingen gleich zwei Dogecoin-ETFs an den Start. Doch die Euphorie verflog schnell. Trotz der historischen Bedeutung fiel die Nachfrage katastrophal schwach aus. Während Bitcoin-ETFs allein am Freitag über 71 Millionen Dollar einsammelten und auch Solana- sowie Ethereum-Produkte florierten, flossen in die neuen Dogecoin-Vehikel in der gesamten ersten Woche lediglich rund 2 Millionen Dollar.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das „Smart Money“ traut dem Braten noch nicht. Die Diskrepanz zu den erfolgreichen Debüts anderer Krypto-ETFs zeigt, dass institutionelle Investoren bei reinen Meme-Coins weiterhin extrem vorsichtig agieren, selbst wenn diese in ein reguliertes Gewand gehüllt sind.

Trotz Skepsis: Die Relevanz bleibt

Bitwise-CEO Hunter Horsley versucht indes zu beruhigen und die Perspektive zu wahren. Er betont die erstaunliche Resilienz der zwölf Jahre alten Währung, die längst mehr sei als nur ein Bild eines süßen Hundes. Dass sich Dogecoin so lange gehalten hat und wertvoller ist als die meisten anderen Projekte, spreche für seine dauerhafte Relevanz.

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Dennoch lässt sich die Marktrealität nicht wegdiskutieren: Der Preis kämpft nach einem harten November, in dem er zeitweise über 20 Prozent verlor, um Bodenbildung. Aktuell stabilisiert sich der Kurs im Bereich von 0,15 US-Dollar, was einer leichten Erholung entspricht, aber noch keine Entwarnung bedeutet.

Analysten definieren die „Kill-Zones“

Technisch steht der Coin jetzt am Scheideweg. Der bekannte Krypto-Analyst Ali Martinez hat zwei Marken identifiziert, die über das Schicksal der nächsten Wochen entscheiden dürften:

  • Der Deckel: Bei 0,20 Dollar liegt ein massiver Widerstand. Hier sitzen viele Langzeithalter auf ihren Beständen, was einen Ausbruch schwierig macht.
  • Der Boden: Sollte die Stimmung kippen, droht ein Absturz bis auf 0,08 Dollar. Diese Zone gilt als letzte Bastion der Bullen.

Fazit: Reifeprüfung für den Meme-Coin

Die Einführung der ETFs markiert zweifellos den Übergang von Dogecoin vom Internet-Phänomen zur anerkannten Anlageklasse. Doch die kommenden Wochen werden zur Zitterpartie: Kann der Coin die 0,15-Dollar-Marke verteidigen und das Interesse der Großanleger doch noch wecken? Vorerst bleibt die Wall Street skeptisch – und Anleger sollten die ETF-Zuflüsse genau beobachten, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.