Operativ läuft es rund, im Hintergrund tobt jedoch ein Streit um die Macht. Während DocMorris beim Umsatz zweistellig zulegt, fordert der Großaktionär CEPD den Sturz des Verwaltungsratschefs. Die Generalversammlung im Mai wird zur Zerreißprobe für den Online-Apotheker.
Rebellion der Großaktionäre
Die Investmentgesellschaft Pelion hält über CEPD rund 15 Prozent der Anteile. Nun will sie den amtierenden Verwaltungsratspräsidenten Walter Oberhänsli stürzen. Als Nachfolger schlägt der Investor den ehemaligen Celesio-Chef Fritz Oesterle vor.
Die Firmenführung wehrt sich vehement gegen diesen Vorstoß. Sie spricht von dem Versuch einer kalten Übernahme durch den polnischen Investor Jacek Szwajcowski. Ein intransparentes Vorgehen eines Minderheitsaktionärs schade den Interessen aller anderen Anleger. CEPD kontert scharf: Das Management versage seit fünf Jahren und vernichte massiv Börsenwert.
Starke Zahlen stützen den Turnaround
DocMorris wächst derweil kräftig. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Außenumsatz um fast elf Prozent auf 318,1 Millionen CHF. Vor allem das Geschäft mit digitalen Rezepten (Rx) zieht an. Hier meldet das Unternehmen ein Plus von über 30 Prozent.
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Parallel dazu verbessert sich die Profitabilität. Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Millionen CHF. Der operative Verlust schrumpfte damit auf minus 6,3 Millionen CHF. Die aktive Kundenbasis umfasst nun 12,6 Millionen Menschen.
Gespaltenes Echo am Markt
Die Experten sind sich uneinig über den weiteren Weg. Die Corporate-Governance-Risiken belasten die Stimmung, obwohl die operative Erholung voranschreitet.
- Jefferies: Einstufung „Buy“, Kursziel 12 CHF.
- UBS: Einstufung „Sell“, Kursziel 3,50 CHF.
- Deutsche Bank: Einstufung „Hold“, Kursziel 4,50 CHF.
Das Management hält am Ziel fest, im zweiten Halbjahr 2026 den operativen Breakeven zu erreichen. Die Entscheidung über die künftige Führung fällt auf der Generalversammlung im Mai. Bis dahin dürfte die Unsicherheit über die künftige Strategie die Kursentwicklung bremsen.
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