DocMorris hat einen turbulenten April hinter sich. Während das operative Geschäft durch das E-Rezept in Deutschland massiv profitiert, blicken Experten skeptisch auf die Bewertung. Die Aktie stabilisierte sich zuletzt deutlich über ihren Tiefstständen aus dem März.
Erholung trifft auf Kursrücksetzer
Am letzten Handelstag des Monats gab das Papier leicht nach. Die Aktie verlor rund 2,2 Prozent und schloss bei 7,03 CHF. Damit beendete der Titel den Monat jedoch weit über dem März-Tief von 3,92 CHF.
Das Wachstum bei rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland treibt diese Entwicklung. In diesem Segment legte der Umsatz währungsbereinigt um über 30 Prozent zu. Das E-Rezept erweist sich hier als der entscheidende Motor für die Online-Apotheke.
Experten streiten über den fairen Wert
Unter den Marktexperten herrscht Uneinigkeit über die weitere Richtung. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 6,214 CHF. Damit taxieren die Analysten den Wert unter dem aktuellen Marktpreis.
Besonders auffällig ist die enorme Lücke zwischen den Prognosen. Jefferies sieht das Potenzial bei 12,00 CHF. Parallel dazu setzt die UBS das Ziel bei lediglich 4,00 CHF an. Von sieben befragten Experten rät aktuell nur einer zum Kauf.
Rückendeckung für das Management
Im Hintergrund tobt ein Machtkampf um die Führung des Konzerns. Der Minderheitsaktionär CEPD fordert personelle Wechsel im Verwaltungsrat. Der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS stärkte der aktuellen Konzernleitung jedoch den Rücken.
ISS empfiehlt den Aktionären, den Kurs der Verwaltung zu stützen. Der Markt wertet diese Empfehlung als wichtiges Signal für Kontinuität. Für das Erreichen der finanziellen Ziele ist Ruhe im Gremium eine Grundvoraussetzung.
Der Weg zur Gewinnschwelle
Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten im Schnitt noch mit einem Verlust je Aktie. Das Management hält dennoch am Ziel fest, im laufenden Jahr operativ profitabel zu werden. Das bereinigte EBITDA soll die Gewinnschwelle erreichen.
Ein wichtiger Baustein ist dabei die Tochtergesellschaft TeleClinic. Experten schätzen den Wert dieser Plattform auf etwa 200 Millionen CHF. Ein Teilverkauf oder neue Partnerschaften könnten dem Konzern frisches Kapital bringen. Das würde die finanzielle Flexibilität im Wettbewerb um den digitalen Apothekenmarkt erhöhen.
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