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Symbolbild, KI-generiert

DocMorris Aktie: 100 Millionen Franken refinanziert

DocMorris refinanziert sich mit rund 100 Millionen Franken, steigert den Halbjahresumsatz und hält an der EBITDA-Prognose für 2026 fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Wandelanleihe bringt rund 100 Millionen Franken
  • Halbjahresumsatz steigt um 12,5 Prozent
  • Rezeptgeschäft wächst um 38,3 Prozent
  • Bereinigtes EBITDA bleibt zunächst negativ

DocMorris hat am Mittwoch die erfolgreiche Privatplatzierung einer neuen Wandelanleihe abgeschlossen. Das Unternehmen nutzt den Zufluss von rund 100 Millionen Schweizer Franken, um bestehende Verbindlichkeiten umzustrukturieren und die weitere Expansion zu finanzieren. Damit rückt die operative Kehrtwende wieder stärker in den Fokus der Anleger. Das erklärte Ziel der Online-Apotheke bleibt das Erreichen der Gewinnschwelle in der zweiten Jahreshälfte.

Erfolgreiche Refinanzierung am Kapitalmarkt

Die neu begebene Wandelanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2031 ist mit einem Zinssatz von 1,5 Prozent ausgestattet. Mit den Erlösen aus dieser Kapitalmaßnahme kauft das Unternehmen Teile einer bereits bestehenden Wandelanleihe zurück, die im Jahr 2028 fällig wird. Durch diesen strategischen Schritt konnte DocMorris die Anzahl der für jene Tranche hinterlegten Aktien auf 7,0 Millionen Stück reduzieren.

Die Maßnahme verschafft dem Konzern die nötige finanzielle Flexibilität für die kommenden Jahre. Neben der Entlastung bei den Verbindlichkeiten sollen die Mittel auch direkt in den Ausbau der Marktposition fließen. Laut einer Unternehmensmitteilung vom Mittwoch wird damit die Basis für die weitere Skalierung des Geschäftsmodells gestärkt, während gleichzeitig die Zinslast für die neuen Mittel vergleichsweise niedrig bleibt.

Zweistelliges Umsatzwachstum im ersten Halbjahr

Die operativen Zahlen zum ersten Halbjahr untermauern den eingeschlagenen Wachstumspfad des Unternehmens. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten auf 627,8 Millionen Schweizer Franken, was einem Plus von 12,5 Prozent entspricht.

Besonders die steigende Nachfrage nach elektronischen Rezepten trieb das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten an. In diesem Segment verzeichnete DocMorris einen Zuwachs von 38,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Trotz der positiven Umsatzdynamik blieb das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) in der ersten Jahreshälfte noch negativ. Der Verlust belief sich auf 10,9 Millionen Schweizer Franken.

Dennoch hält das Management an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Das erwartete Umsatzwachstum liegt weiterhin zwischen 9 und 13 Prozent. Der bereinigte operative Jahresverlust soll sich auf eine Spanne von 10 bis maximal 17,5 Millionen Schweizer Franken begrenzen.

Ausblick und Marktstimmung

Anleger blicken nun gespannt auf die zweite Jahreshälfte, in der das Erreichen der Gewinnschwelle auf Stufe des bereinigten EBITDA angestrebt wird. Medienberichten zufolge wird die Entwicklung des Bereichs Digital Services dabei eine Schlüsselrolle spielen, nachdem dieser im ersten Halbjahr ein Wachstum von 71 Prozent erzielt hatte. Die Fortschritte bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens bleiben der wesentliche Treiber für die langfristige Strategie des Versandhändlers.

Am Aktienmarkt spiegelt sich die Zuversicht über die gesicherte Finanzierung teilweise in der Kursentwicklung wider. Am heutigen Freitag notiert das Papier bei 10,60 Euro, was einem Rückgang von 1,0 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.

Dennoch hat sich der Wert seit dem Frühjahr deutlich stabilisiert. Damit notiert der Kurs aktuell rund 145 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief, welches Mitte März erreicht wurde. Marktteilnehmer beobachten nun, ob der Titel die psychologisch wichtige Marke von 10 Schweizer Franken nachhaltig verteidigen kann.

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