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Digital Realty Aktie: Erfreuliche Geschäftsdynamik!

Der Rechenzentrumsspezialist Digital Realty verzeichnete im vierten Quartal 2025 stark wachsende Umsätze, doch der Gewinn je Aktie sank um mehr als die Hälfte. Das Unternehmen investiert massiv in den Ausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn je Aktie halbierte sich auf 0,24 Dollar
  • Umsatz stieg um 14 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar
  • Rekord-Auftragsbestand von 1,4 Milliarden Dollar
  • Optimistischer Ausblick für operativen Gewinn 2026

Der Rechenzentrumsbetreiber Digital Realty hat am 5. Februar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und dabei ein zwiespältiges Bild gezeichnet. Während die Umsätze kräftig zulegten, brach der Gewinn massiv ein. Das wirft Fragen nach der Profitabilität des rasanten Wachstums auf.

Gewinn halbiert sich binnen Jahresfrist

Die nackten Zahlen zeigen das Dilemma: Der Gewinn je Aktie sackte auf 0,24 Dollar ab – ein Rückgang um mehr als die Hälfte gegenüber den 0,51 Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit 0,29 Dollar gerechnet, das Ergebnis verfehlte die Erwartungen damit um satte 17 Prozent. Der Gesamtgewinn fiel von 189,6 Millionen auf 98,7 Millionen Dollar.

Auf der anderen Seite sprudeln die Einnahmen: Der Umsatz kletterte um knapp 14 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen von 1,58 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Digital Realty Erlöse von 6,11 Milliarden Dollar.

Das operative Geschäft präsentiert sich robust. Die Buchungen erreichten im vierten Quartal 400 Millionen Dollar, über das Jahr summierte sich das Neugeschäft auf 1,2 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand schwoll auf ein Rekordniveau von 1,4 Milliarden Dollar an – das entspricht 20 Prozent der laufenden Jahresmieteinnahmen.

Besonders stark entwickelte sich das Interconnection-Geschäft. Hier verbuchte Digital Realty im Schlussquartal Buchungen von 96 Millionen Dollar und gewann 155 neue Kunden hinzu. Übers Jahr kamen 569 neue Logos hinzu, die Buchungen in diesem Segment sprangen um mehr als 35 Prozent auf 339 Millionen Dollar.

Ausbau läuft auf Hochtouren

CEO Andy Power betonte in der Telefonkonferenz, dass Stromverfügbarkeit und Ausführungsgeschwindigkeit derzeit die begrenzenden Faktoren im Markt seien. Digital Realty begegnet dieser Herausforderung mit massiven Investitionen: Im vierten Quartal startete das Unternehmen Neubauprojekte mit 135 Megawatt Leistung und stellte 90 Megawatt fertig.

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Aktuell befinden sich 769 Megawatt im Bau, die installierte Kapazität beträgt rund drei Gigawatt verteilt auf mehr als 300 Rechenzentren in über 55 Metropolregionen. Für künftige Projekte hält sich Digital Realty weitere fünf Gigawatt Entwicklungskapazität bereit.

Die Expansion geht mit steigenden Kosten einher – was den Gewinnrückgang erklärt. Zugleich zeigt sich das Unternehmen bei Vertragsverlängerungen preisdurchsetzungsstark: Die Mieten bei Erneuerungen stiegen im vierten Quartal um 6,1 Prozent auf Cash-Basis und um 12 Prozent nach Rechnungslegungsstandards.

Optimistischer Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr gibt sich Digital Realty zuversichtlich. Der operative Gewinn je Aktie (Core FFO) soll auf 7,90 bis 8,00 Dollar steigen – ein Plus von rund acht Prozent gegenüber den 7,39 Dollar aus 2025. Die Umsätze werden bei 6,6 bis 6,7 Milliarden Dollar erwartet, das bereinigte EBITDA zwischen 3,6 und 3,7 Milliarden Dollar.

Allerdings enttäuschte die Prognose beim Nettogewinn: Hier rechnet das Management nur mit 2,55 bis 2,65 Dollar je Aktie, während Analysten im Schnitt 2,81 Dollar auf dem Zettel hatten.

Die Aktie zeigte sich nach Börsenschluss am 5. Februar unbeeindruckt und legte im nachbörslichen Handel um 0,13 Prozent auf 167 Dollar zu. Das deutet darauf hin, dass Investoren den operativen Fortschritt höher gewichten als die Gewinnentwicklung. Mit einer Liquidität von rund sieben Milliarden Dollar und über 15 Milliarden Dollar verfügbarem Kapital für Hyperscale-Projekte erscheint Digital Realty finanziell solide aufgestellt.

Die Auslastung der Bestandsimmobilien lag Ende 2025 bei 84,7 Prozent. Für Ende 2026 peilt das Unternehmen eine Verbesserung um 50 bis 100 Basispunkte an. Ob sich die massiven Investitionen in absehbarer Zeit auch in steigenden Gewinnen niederschlagen, bleibt abzuwarten.

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