Ein massiver Aktiensplit sollte Diginex aus der Gefahrenzone der Nasdaq hieven. Die Maßnahme verpuffte fast augenblicklich. Der Kurs notiert weiterhin weit unter der kritischen Marke von einem US-Dollar. Das bringt das Management angesichts einer geplanten Milliardenübernahme unter erheblichen Druck.
Der verpuffte Rettungsversuch
Am 28. April vollzog das Unternehmen eine drastische Aktienzusammenlegung im Verhältnis acht zu eins. Die Gesamtzahl der ausstehenden Papiere schrumpfte spürbar auf rund 29 Millionen Stück. Aktionäre hatten den Schritt auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit gebilligt.
Der erhoffte Kurssprung blieb aus. Zur Handelseröffnung taxierte der Markt den Wert auf lediglich 0,45 US-Dollar — weniger als die Hälfte des angestrebten Niveaus. Damit verfehlt Diginex das unmittelbare Ziel der Kapitalmaßnahme.
Seit Ende März liegt eine offizielle Verwarnung der US-Börse vor. Das Regelwerk verlangt einen Mindestkurs von einem Dollar. Um die Zulassung zu sichern, muss das Papier diese Hürde an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen überspringen.
Die Frist dafür endet am 21. September 2026. Angesichts der aktuellen Notierung erfordert dies nun eine massive Kursrallye. Parallel dazu strukturiert das Management intern um. Seit Anfang April agieren vier ehemalige Tochtergesellschaften als eine einzige operative Einheit, gesteuert von einem neu ernannten Führungsteam.
Milliarden-Deal als strategischer Hebel
Im Hintergrund läuft eine weitreichende Neuausrichtung. Mitte April kündigte Diginex den Kauf von Resulticks Global Companies an. Der reine Aktientausch hat ein Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar. Als Ausgabepreis für die neuen Papiere sind 1,32 Dollar je Stück angesetzt.
Das Zielunternehmen bringt substanzielle fundamentale Werte mit. Resulticks erwirtschaftete im Jahr 2025 rund 150 Millionen Dollar Umsatz. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag bei etwa 46 Millionen Dollar. Der Deal soll in wenigen Wochen abgeschlossen sein.
Die Vertragsbedingungen sehen eine strikte Kapitalallokation vor. Diginex muss den Großteil aller künftigen Mittelzuflüsse direkt in die neue KI-Tochtergesellschaft leiten. Die vertragliche Obergrenze hierfür liegt bei 200 Millionen Dollar.
Sollte das Papier die Compliance-Vorgaben bis zum Stichtag im September nicht erfüllen, droht der Ausschluss aus dem Nasdaq Capital Market. Das Unternehmen könnte dann eine Nachfrist von 180 Tagen beantragen. Dies wäre allerdings an deutlich strengere Auflagen geknüpft.
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