Die Diginex-Aktie stürzte zum Wochenende auf ein neues Tief von 2,12 US-Dollar – ausgerechnet nachdem die Übernahme von PlanA.earth offiziell abgeschlossen wurde. Der Grund für die Nervosität: Über 6,7 Millionen neue Aktien fluteten den Markt. Was operativ nach einem strategischen Coup im ESG-Segment aussieht, entpuppt sich für Altaktionäre als schmerzhafte Kapitalmaßnahme.
Die Kernfakten:
* Kaufpreis 55 Millionen Euro – davon nur 3 Millionen in bar
* 6.720.317 neue Aktien ausgegeben (52 Millionen Euro)
* Kurs fiel auf 2,12 USD an der Nasdaq
* Marktkapitalisierung: 440-520 Millionen USD bei 3,6 Millionen USD Jahresumsatz
Der 55-Millionen-Deal im Detail
Am 14. Januar 2026 vermeldete Diginex den Vollzug der PlanA.earth-Akquisition. Die Finanzierungsstruktur erklärt den Kursrutsch: Statt Bargeld dominieren frische Aktien die Rechnung. Mit über 6,7 Millionen neuen Papieren steigt die Verwässerung für bestehende Aktionäre massiv – der Gewinn pro Aktie sinkt rechnerisch, während ehemalige PlanA-Eigner nun Großaktionäre werden.
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Die Integration der KI-gestützten CO2-Bilanzierung macht strategisch Sinn. Kunden wie BMW oder Visa könnten das Cross-Selling-Potenzial heben, gerade mit Blick auf kommende ESG-Berichtspflichten wie die CSRD in der EU. Doch der Markt blickt nüchtern auf die Zahlen: Bei einem dreistelligen Kurs-Umsatz-Verhältnis preist die Börse extrem viel Wachstumsphantasie ein – Phantasie, die sich erst noch materialisieren muss.
Liquidität bleibt das Sorgenkind
Die angespannte Kassenlage verschärft die Lage. Mit einem Kassenbestand im niedrigen Millionenbereich und negativem Free Cashflow bleibt wenig Spielraum für Fehler. Hinzu kommt die noch nicht finanzierte mögliche Übernahme von Resulticks Global Companies. Scheitern die Gespräche mit Fremdkapitalgebern oder folgt eine weitere Aktienausgabe zu niedrigen Kursen, droht die nächste Verwässerungswelle.
Kritische Marken für die neue Woche
Die Unterstützung bei 2,00 US-Dollar ist die letzte psychologische Bastion. Ein Bruch könnte Anschlusskäufe auslösen. Entscheidend wird, ob Diginex zur Resulticks-Finanzierung Klarheit schafft – diese Nachricht könnte kurzfristig für extreme Ausschläge sorgen. Aktuell überwiegen die Risiken deutlich: hohe Bewertung, dünne Liquidität, drohende weitere Verwässerung. Die langfristige ESG-Story mag intakt sein, doch der Weg dorthin fordert Altaktionären erhebliche Kapitalschmerzen ab.
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