Heute stimmen Diginex-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine weitreichende Änderung der Kapitalstruktur ab — während gleichzeitig Fusionsverhandlungen mit dem Marketing-Technologieunternehmen Resulticks laufen. Beides zusammen könnte die strategische Richtung des ESG-RegTech-Spezialisten grundlegend neu definieren.
Fusion mit Resulticks: Einigung in Sicht, aber nicht gesichert
Die Verhandlungsbedingungen mit Resulticks sind bereits vereinbart. Der Abschluss hängt jedoch noch von einer nicht-verwässernden mittelfristigen Kreditfazilität ab — ein entscheidender Vorbehalt, der den Deal weiterhin offen hält.
Parallel dazu greift bereits ein unterzeichnetes Reseller-Abkommen: Es zielt auf kumulative Umsätze von 40 Millionen US-Dollar über vier Jahre ab und erschließt Diginex Zugang zu Kundennetzwerken von Resulticks in den USA, Südostasien, Indien und dem Nahen Osten. Eine frühere Zahlung von 8 Millionen US-Dollar wurde dabei in vier gleiche Raten über 2026 umstrukturiert.
Strategisch plant Diginex, beide Unternehmen unter einer integrierten Technologieplattform zusammenzuführen — von Carbon Accounting über Nachhaltigkeitsberichterstattung bis hin zu Lieferkettentransparenz. Zwei neue Führungskräfte sollen die operative Fusion steuern: Jacob Friedman als Chief Operating Officer und Sandra Kovacheva, zuvor General Counsel bei Plan A, als Chief Administrative Officer.
Starkes Wachstum, tiefe Verluste
Finanziell zeigt Diginex ein widersprüchliches Bild. Der Umsatz wuchs in den vergangenen zwölf Monaten um 203 Prozent — getrieben von neuen Regulierungsrahmen wie EU-CSRD und SFDR. Profitabel ist das Unternehmen jedoch noch nicht: Der EBITDA-Verlust lag zuletzt bei 9,58 Millionen US-Dollar, der operative Verlust bei 6,0 Millionen US-Dollar. Der Kassenbestand von 13,8 Millionen US-Dollar gibt dem Unternehmen vorerst Spielraum.
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Der Kurs erzählt eine eigene Geschichte. Trotz einer Reihe strategischer Ankündigungen — Resulticks-Partnerschaft, Plattformintegration, Führungswechsel — fiel die Aktie im bisherigen Jahresverlauf bis Anfang April um rund 87 Prozent. Das Short-Interesse stieg zuletzt um 49 Prozent auf rund drei Millionen Aktien. Der Markt bewertet die Ausführungsrisiken offenbar deutlich höher als die strategischen Ambitionen.
Kapitalerhöhung auf der Tagesordnung
Auf der heutigen EGM steht neben der Aktienkonsolidierung auch eine Erhöhung des genehmigten Grundkapitals auf 200.000 US-Dollar zur Abstimmung. Die neue Kapitalstruktur würde aus 495 Millionen Stammaktien und 5 Millionen Vorzugsaktien bestehen — konzipiert, um künftige Finanzierungsrunden und M&A-Aktivitäten zu erleichtern.
Weitere Details zur einheitlichen Geschäftsstrategie hat Diginex für den weiteren Verlauf des zweiten Quartals 2026 angekündigt. Ob die Fusionsverhandlungen mit Resulticks bis dahin einen konkreten Abschluss erreichen, wird maßgeblich davon abhängen, ob die erforderliche Kreditfazilität gesichert werden kann.
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