Die außerordentliche Hauptversammlung von Diginex liefert das geforderte Ergebnis. Ein 8-zu-1-Reverse-Split soll den drohenden Rauswurf aus der Technologiebörse Nasdaq abwenden. Das rein rechnerische Manöver hievt den Kurs zwar nominell über die kritische Ein-Dollar-Marke. Es löst allerdings nicht die tieferliegenden operativen Baustellen des Unternehmens.
Rechnerische Rettung
Der beschlossene Aktiensplit macht effektiv eine alte Maßnahme rückgängig. Er neutralisiert den 1-zu-8-Bonusaktien-Split vom September 2025. Diginex erhöht dafür zunächst das genehmigte Kapital auf knapp vier Milliarden Stammaktien und konsolidiert diese im Anschluss auf 495 Millionen Stück.
Das Ziel dieser Übung ist klar definiert. Die Aktie muss an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen über 1,00 US-Dollar schließen. Nur so erfüllt das Unternehmen die strengen Nasdaq-Auflagen, für die eine Frist bis zum 21. September 2026 läuft. Zuvor notierte das Papier wochenlang weit unter diesem Schwellenwert.
Radikaler Konzernumbau
Parallel zur Kapitalmaßnahme strukturiert Diginex das operative Geschäft massiv um. Die bisherige Holdingstruktur existiert seit Anfang April nicht mehr. Stattdessen verschmelzen die Töchter Plan A, Matter und The Remedy Project zu einer einzigen ESG- und Compliance-Plattform. Jacob Friedman steuert die Integration als neuer Chief Operating Officer.
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Die aktuellen Geschäftszahlen zeigen ein zerrissenes Bild. Der Umsatz schoss in den vergangenen zwölf Monaten um 203 Prozent in die Höhe. Dieses Wachstum kostet viel Geld. Diginex verzeichnet einen operativen Verlust von 6,0 Millionen US-Dollar und ein negatives EBITDA von knapp 9,6 Millionen US-Dollar. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 13,8 Millionen US-Dollar.
Warten auf die Fusion
Neue Einnahmen soll eine Vertriebspartnerschaft mit Resulticks Global Companies bringen. Der Vertrag peilt über vier Jahre einen kumulierten Umsatz von 40 Millionen US-Dollar an. Im Hintergrund verhandeln beide Seiten bereits über eine komplette Fusion. Die grundsätzlichen Bedingungen stehen fest. Der finale Abschluss hängt jetzt maßgeblich von einer neuen, nicht-verwässernden Fremdfinanzierung ab.
Gelingt die Stabilisierung der Kapitalstruktur durch den Reverse Split, präsentiert das Management im zweiten Quartal 2026 ein detailliertes Strategie-Update für die zusammengelegte Plattform. Der technische Eingriff verschafft Diginex die nötige Zeit bei der Nasdaq. Ohne den Nachweis baldiger Profitabilität und den erfolgreichen Abschluss der Resulticks-Fusion verpufft dieser Effekt jedoch schnell.
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