Diginex kämpft an zwei Fronten ums Überleben. Während die Frist für den Nasdaq-Verbleib tickt, ließ das Management den Stichtag für eine rettende Übernahme wortlos verstreichen. Anleger reagieren mit extremen Kursschwankungen.
Resulticks-Deal in der Schwebe
Die geplante Übernahme von Resulticks steht auf der Kippe. Diginex hatte den reinen Aktiendeal im Vorfeld als strategischen Gamechanger bezeichnet. Das Management wollte die Transaktion eigentlich bis zum 30. Juni 2026 abschließen. Diese Frist verstrich am Dienstag ohne offizielle Ankündigung. Die Folge: wachsende Unsicherheit am Markt.
Kampf gegen den Börsenabstieg
Parallel dazu läuft der Countdown der US-Börse. Die Nasdaq fordert einen Mindestkurs von einem US-Dollar. Diginex muss diese Schwelle bis zum 21. September an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen übertreffen.
Ein Reverse Split im April brachte keine dauerhafte Erholung. Erst eine starke Kursrallye trieb das Papier in der vergangenen Woche auf 1,48 US-Dollar. Am 2. Juli schloss die Aktie schließlich bei 1,21 US-Dollar. Damit ist die Zehn-Tage-Vorgabe der Nasdaq noch nicht erfüllt.
Extreme Ausschläge
Die unklare Lage treibt die Volatilität auf die Spitze. Die annualisierte Schwankungsbreite der vergangenen Wochen erreichte extreme 202 Prozent. Zeitweise wechselten mehr als 20 Millionen Papiere an einem Tag den Besitzer. Zuletzt flachte das Handelsvolumen jedoch spürbar ab.
Hält sich der Kurs weiterhin über der Schwelle von einem US-Dollar, sichert Diginex zumindest die Nasdaq-Notierung. Ohne ein handfestes Update zur Resulticks-Übernahme fehlt dem Unternehmen jedoch eine klare Perspektive für das operative Geschäft.
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