Diginex baut seine Chefetage um und holt eine erfahrene Marketing-Chefin an Bord. Hinter den Kulissen tickt eine Uhr. Dem ESG-Spezialisten droht der Rauswurf aus der Nasdaq.
Seit März läuft eine offizielle Mahnung der US-Börse. Die Papiere notierten zu lange unter der kritischen Ein-Dollar-Marke. Gestern schloss der Kurs bei 0,98 US-Dollar. Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Allein in der vergangenen Woche verlor der Titel knapp sechs Prozent. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 19 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der aktuelle RSI-Wert von 30,2 signalisiert einen stark überverkauften Zustand. Parallel dazu zeigt die annualisierte Volatilität extreme 141 Prozent.
Neue Struktur soll retten
Mitten in dieser Krise ordnet das Management die Struktur neu. Carole Zibi übernimmt ab sofort das globale Marketing. Sie leitete zuvor die entsprechende Abteilung der Tochterfirma Plan A.
Diginex verschmilzt vier bisher getrennte Einheiten zu einer einzigen Gesellschaft. Dazu gehören neben dem Kerngeschäft drei kürzlich übernommene Firmen. Eine gemeinsame Technologieplattform soll künftig Banken und Vermögensverwalter bedienen.
Zibi bringt Erfahrung von Großkonzernen wie LinkedIn und Disney mit. Sie soll dem fusionierten Gebilde nun ein einheitliches Gesicht geben. Das Management hofft auf mehr Sichtbarkeit im Markt für nachhaltige Finanzberichterstattung.
Der Plan muss schnell greifen. Bis zum 21. September 2026 hat Diginex Zeit, die strengen Nasdaq-Vorgaben wieder zu erfüllen. Das Management kündigt für das laufende zweite Quartal weitere Details zum Umbau an.
