Ein geplanter Milliarden-Deal auf der einen Seite, die drohende Streichung vom Kurszettel auf der anderen. Bei Diginex prallen derzeit große Ambitionen auf harte Börsenrealität. Das Londoner RegTech-Unternehmen baut sich im Rekordtempo komplett um.
Vom ESG-Tool zur KI-Plattform
Der Kern der Transformation ist die geplante Übernahme von Resulticks. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar ist das Zielunternehmen wert. Diginex will weg vom reinen Nachhaltigkeits-Reporting. Die Vision ist eine integrierte Plattform für Kundenbindung und Compliance-Entscheidungen, die stark auf Künstliche Intelligenz setzt.
Dafür räumt das Management intern auf. Die bisherigen operativen Einheiten Diginex, Plan A, Matter und The Remedy Project verschmelzen zu einer einzigen Struktur. Banken und Asset Manager sollen künftig auf einen gebündelten Technologie-Stack zugreifen.
Umsatzsprung durch Zukauf
Resulticks bringt operative Substanz in die Bilanz. Das Unternehmen steuert laut Plan rund 150 Millionen US-Dollar Jahresumsatz bei. Hinzu kommt ein voraussichtliches operatives Ergebnis (EBITDA) von bis zu 50 Millionen Dollar. Historisch wuchs der Zukauf um etwa 70 Prozent pro Jahr.
Für das kombinierte Unternehmen setzt der Vorstand ehrgeizige Ziele. Bis 2027 soll der Umsatz auf maximal 280 Millionen Dollar steigen. Aktuell schreibt Diginex trotz eines jüngsten Erlöswachstums tiefrote Zahlen. Die Integration der Daten- und KI-Systeme soll nun den Weg in die Profitabilität ebnen.
Reverse Split gegen den Rauswurf
Auf dem Parkett drängt derweil die Zeit. Die Nasdaq hatte Diginex im März wegen des niedrigen Aktienkurses verwarnt. Um die Notierung zu retten, zog das Management Ende April die Reißleine. Ein Reverse Split im Verhältnis 1-zu-8 reduzierte die Aktienanzahl drastisch.
Die Frist für die Börsenrettung läuft bis zum 21. September 2026. Bis dahin muss die Aktie an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen über der Marke von einem Dollar schließen.
Ende April notierte das Papier bei 1,82 Dollar. Der angepasste Referenzpreis für den Resulticks-Deal liegt indes bei 10,56 Dollar je Aktie. Diese massive Lücke verdeutlicht die Skepsis des Marktes gegenüber der ambitionierten Neuausrichtung.
Der Erfolg der Strategie erfordert nun eine zügige Umsetzung. Die Transaktion soll innerhalb von 30 Tagen abgeschlossen werden. Im laufenden zweiten Quartal will das Management dann den detaillierten Fahrplan für das neu geformte Unternehmen präsentieren.
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