Während der Kurs von Diginex nahe dem absoluten Boden verharrt, zementiert die Führungsspitze ihre Kontrolle. Jüngste Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC legen ein extremes Machtgefälle innerhalb des Unternehmens offen. Im Zentrum steht dabei Chairman Miles Pelham, der seine Mehrheit vor allem durch komplexe Derivatkonstruktionen sichert.
Komplexe Machtstruktur und Pfändungen
Über seine Gesellschaft Rhino Cayman sowie Direktbeteiligungen kontrolliert Chairman Miles Pelham knapp 59 Prozent der ausstehenden Stammaktien. Diese Dominanz stützt sich allerdings massiv auf Warrants. Parallel dazu kam es im Hintergrund zu einer bemerkenswerten Umschichtung. Anfang März vollstreckte Rocky Rai 36 Millionen verpfändete Aktien. Damit wurde ein Darlehen von knapp 29,8 Millionen US-Dollar an Rhino Cayman vollständig getilgt. Diese Transaktion veränderte die Zusammensetzung von Pelhams Beteiligung erheblich, ohne seine grundsätzliche Kontrolle zu gefährden.
Fristverlängerung auf dem Kursboden
Die Basis von Pelhams Einfluss bilden über 172 Millionen Aktien, die durch Warrants unterlegt sind. Das Board of Directors gewährte nun eine Verlängerung der Ausübungsfristen für vier dieser Optionsscheine um jeweils zwei Jahre. Pelham selbst enthielt sich bei der Abstimmung formal.
Diese Fristverlängerung fällt in eine Phase extremer Schwäche für das Papier. Gestern pendelte der Kurs lediglich zwischen 0,53 und 0,55 US-Dollar – ein drastischer Kontrast zum 52-Wochen-Hoch von knapp 40 US-Dollar. Das Handelsinteresse ist dabei fast vollständig zum Erliegen gekommen. Zuletzt wechselten nicht einmal 4.000 Stücke den Besitzer, während der Tagesdurchschnitt normalerweise bei über 1,3 Millionen liegt.
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Führungskräfte und Übernahme-Ziele
Neben der Chairman-Beteiligung meldeten auch andere Führungskräfte ihre Bestände. Chief Technology Officer Graham Bridges legte seine direkte Beteiligung von gut 630.000 Stammaktien sowie weitere erfolgsabhängige Anteile offen.
Operativ rückt nun die Integration der Übernahme von „The Remedy Project“ in den Vordergrund. Bereits am 27. März wird eine erste Earnout-Tranche aus diesem Deal fällig. Weitere Zahlungen sind an strikte operative Ziele geknüpft. Diginex muss bis März 2028 ein EBITDA von 4,1 Millionen US-Dollar erreichen, um die nächste vertragliche Stufe auszulösen.
Die Kombination aus ausgetrocknetem Handelsvolumen und der enormen Konzentration von Stimmrechten bei Chairman Pelham zementiert die aktuelle Struktur des Unternehmens. Mit der fälligen Earnout-Tranche am Freitag und den definierten EBITDA-Zielen für die kommenden Jahre rückt nun die operative Leistung in den Fokus. Nur das Erreichen dieser fundamentalen Meilensteine bietet dem Unternehmen eine Perspektive, den massiven Kursverfall des vergangenen Jahres nachhaltig aufzuarbeiten.
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