Mitte April angekündigt, Ende Mai abgeschlossen — so lautet der Plan. Ob Diginex die 1,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Resulticks Global Companies tatsächlich in diesem Tempo durchzieht, hängt von mehreren Bedingungen ab, die noch offen sind.
Bedingungen, die den Deal halten oder kippen können
Bevor die Transaktion vollzogen wird, braucht Diginex die Zustimmung seiner Aktionäre zur Aktienemission, eine Nasdaq-Genehmigung für die Notierung der neuen Papiere, mehrere regulatorische Freigaben sowie die Stornierung nahezu aller Gründerwarrants. Keine dieser Hürden ist bereits genommen.
Der Deal ist vollständig in Diginex-Aktien strukturiert. Nach einem 8-für-1-Reverse-Split ergibt sich ein Transaktions-Referenzpreis von 10,56 US-Dollar je Aktie — der aktuelle Kurs lag zuletzt bei 1,82 US-Dollar. Dieses Gefälle zwischen Handelskurs und Referenzwert ist das auffälligste Spannungsfeld der gesamten Transaktion.
Resulticks: Wachstum mit Tempo
Das Übernahmeziel liefert starke operative Kennzahlen. Resulticks erzielte 2025 rund 150 Millionen US-Dollar Umsatz bei einer EBITDA-Marge von 32 Prozent. Das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum der vergangenen fünf Jahre lag bei rund 70 Prozent.
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Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Diginex einen Resulticks-Umsatz zwischen 190 und 210 Millionen US-Dollar, für 2027 zwischen 250 und 280 Millionen. Hinzu kommt eine Kapitalverpflichtung: 85 Prozent aller Kapitalerhöhungen bis März 2027 sollen an Resulticks fließen, gedeckelt auf 200 Millionen US-Dollar.
Umbau unter Zeitdruck
Die Übernahme ist Teil einer breiteren Transformation. Diginex bündelt vier operative Einheiten — darunter Plan A.Earth, Matter DK und The Remedy Project — zu einer integrierten Technologieplattform, die Kundenbindung und Unternehmensanalyse verknüpft.
Das Unternehmen steht dabei unter doppeltem Zeitdruck: Neben der Deal-Frist Ende Mai muss Diginex bis zum 21. September 2026 nachweisen, dass es die Notierungsstandards der Nasdaq dauerhaft erfüllt. Die Liquiditätslage gibt mit einem Current Ratio von 3,56 etwas Spielraum — bei negativen Ergebnissen und einem Kurs weit unter dem Referenzwert bleibt die Fehlertoleranz trotzdem eng. Weitere Details zur Umsetzung der neuen Gesamtstrategie will das Unternehmen im Laufe des zweiten Quartals 2026 liefern.
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