Ein Zwerg schluckt einen Riesen. Wenn Diginex das hochprofitable Softwareunternehmen Resulticks übernimmt, stimmen die Proportionen nicht mehr. Der Markt reagiert auf diesen Deal mit extremen Ausschlägen.
Am Tag der Ankündigung eskalierte der Handel an der Nasdaq. Das Volumen schoss auf über 71 Millionen Aktien hoch. Das ist ein Vielfaches des üblichen Tagesdurchschnitts. Der Kurs pendelte wild zwischen 50 US-Cent und knapp 1,50 Dollar, bevor die erste Euphorie wieder abflachte.
Ein extremes Missverhältnis
Ein Blick auf die Bilanzen zeigt die Schieflage. Diginex meldete im ersten Halbjahr lediglich zwei Millionen US-Dollar Umsatz. Dem stand ein operativer Verlust von sechs Millionen Dollar gegenüber. Resulticks hingegen erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr 150 Millionen Dollar bei einer satten Gewinnmarge.
Das Übernahmeziel wächst historisch rasant. Das Management rechnet für das Jahr 2026 mit Erlösen von 210 Millionen Dollar. Im Folgejahr soll der Umsatz auf 280 Millionen Dollar steigen.
Milliarden neue Aktien
Diginex bezahlt den Deal komplett in eigenen Papieren. Dafür hat das Unternehmen die Ausgabe von 1,14 Milliarden neuen Stammaktien genehmigt. Der Festpreis liegt bei 1,32 US-Dollar je Anteilsschein. Das schont zwar die Kasse. Die Folge: Altaktionäre erleiden eine massive Verwässerung.
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Trotz dieses Risikos greifen institutionelle Adressen zu. Pflichtmeldungen zeigen Käufe von großen Playern wie UBS und Bank of America. Auch Hedgefonds wie Millennium Management bauten neue Positionen im sechsstelligen Dollar-Bereich auf.
Kampf um die Börsennotierung
Parallel zur Übernahme muss das Management den Verbleib an der Nasdaq sichern. Mitte April stimmten die Aktionäre einem massiven Reverse-Split zu. Damit der Rauswurf vom Tisch ist, muss die Aktie zehn Handelstage am Stück über der Ein-Dollar-Marke schließen. Die Frist dafür endet im September 2026.
Hinter den Kulissen läuft der Umbau bereits. Seit Anfang April verschmelzen die operativen Einheiten Diginex, Plan A, Matter und The Remedy Project zu einer Struktur. Im laufenden zweiten Quartal will das Management den detaillierten Fahrplan präsentieren. Dann muss der Vorstand konkrete Synergien auf den Tisch legen.
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