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DHL Group Aktie: Luftfracht-Boom!

Nach vorläufigen Quartalszahlen setzt DHL das Jahres-EBIT über 7,0 Milliarden Euro und den Free Cashflow über 3,2 Milliarden Euro an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Konzernumsatz steigt um mehr als zwölf Prozent
  • Express-EBIT erreicht rund 1,035 Milliarden Euro
  • Post & Paket Deutschland mit niedrigerem Quartalsgewinn
  • Free-Cashflow-Ziel für 2026 nach oben korrigiert

Ein kräftiger Schub im internationalen Fracht- und Expressgeschäft veranlasst DHL Group zu einer Anhebung der Gewinnziele für das Gesamtjahr 2026. Wie das Logistikunternehmen gestern mitteilte, wird für das laufende Jahr nun ein Konzern-EBIT von mehr als 7,0 Milliarden Euro erwartet.

Zuvor war das Management von einem operativen Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro ausgegangen. An der Börse schloss die Aktie am Freitag mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 58,60 Euro.

Express-Sparte treibt operatives Ergebnis

Ausschlaggebend für die Prognoseerhöhung war das Abschneiden im dritten Quartal 2026. Nach vorläufigen Zahlen kletterte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um mehr als 12 Prozent auf rund 22,6 Milliarden Euro. Das Konzern-EBIT verbesserte sich im selben Zeitraum um rund 16 Prozent auf etwa 1,71 Milliarden Euro, nachdem es im dritten Quartal des Vorjahres bei 1,477 Milliarden Euro gelegen hatte.

Als wesentlicher Gewinntreiber erwies sich das Express-Geschäft. Dessen operatives Ergebnis stieg im dritten Quartal auf rund 1,035 Milliarden Euro nach 692 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Segment profitierte dabei unter anderem mit rund 100 Millionen Euro von weltweiten Kapazitätsengpässen in der Luftfracht.

Auch die Sparte Global Forwarding steigerte ihr operatives Quartalsergebnis von 195 Millionen auf 260 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Supply Chain legte das EBIT auf 300 Millionen Euro zu, während das eCommerce-Segment nach Sondereffekten im Vorjahr ein EBIT von 50 Millionen Euro auswies.

Verhaltenes Inlandsgeschäft und höhere Mittelzuflüsse

Gedämpfter entwickelte sich hingegen der deutsche Heimatmarkt. Der Betriebsgewinn im Segment Post & Paket Deutschland sank im dritten Quartal auf 150 Millionen Euro, verglichen mit 218 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dennoch hält das Management an seiner Jahreserwartung für diesen Bereich fest und rechnet hier unverändert mit einem EBIT von über 900 Millionen Euro.

Für die internationalen DHL-Bereiche peilt der Konzern im Gesamtjahr nun ein EBIT von mehr als 6,4 Milliarden Euro an, nachdem bislang mehr als 5,9 Milliarden Euro avisiert worden waren. Die Holding-Kosten in den Konzernfunktionen sollen planmäßig bei rund minus 400 Millionen Euro liegen.

Parallel zum operativen Ertrag korrigierte DHL auch die finanzielle Zielsetzung nach oben. Der Free Cashflow ohne Netto-M&A soll im Gesamtjahr 2026 nun mehr als 3,2 Milliarden Euro erreichen, statt der bisher geschätzten rund 3,0 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal lag dieser Wert bei rund 900 Millionen Euro, worin Netto-Abflüsse im Rahmen von IEEPA-Zahlungen in Höhe von rund 255 Millionen Euro bereits enthalten sind. Die Sachinvestitionen für 2026 beziffert das Unternehmen mittlerweile auf rund 3,6 Milliarden Euro.

Die Veröffentlichung des vollständigen Quartalsberichts ist für den 5. November 2026 angesetzt. Das bestehende Mittelfristziel, in einem normalisierten wirtschaftlichen Umfeld ein operatives Ergebnis von über 7 Milliarden Euro zu erwirtschaften, soll planmäßig im März 2027 überprüft werden.

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