DHL eCommerce und der US Postal Service haben ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage gestellt. Statt der bisherigen Einjahresverträge gilt künftig ein Mehrjahresvertrag — ein Schritt, der die US-Strategie der DHL Group merklich festigt.
Keine eigenen Trucks, aber Hunderte Millionen Pakete
Das Modell dahinter ist klar: DHL eCommerce verfügt in den USA über kein eigenes Bodennetz und plant auch keines aufzubauen. Die letzte Meile — also die Zustellung direkt an Haustüren — übernimmt komplett der US Postal Service. Jährlich leitet DHL eCommerce auf diesem Weg Hunderte Millionen Pakete weiter. Die schnellen internationalen Lieferungen laufen dagegen über DHL Express, mit eigenen Flugzeugen und Lkw.
Der neue Vertrag bringt dem US Postal Service nach eigenen Angaben mehr als 10 Milliarden Dollar an Umsatz. DHL eCommerce gehört damit zu den drei größten Kunden der US-Post — hinter Amazon.
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Stabilität als Wachstumshebel
Für DHL ist der Wechsel von kurzen Einjahresvereinbarungen zu einer Mehrjahresbindung mehr als Verwaltungsroutine. DHL-Manager Scott Ashbaugh nannte die Vertragsstabilität ausdrücklich als Voraussetzung für eine weitere Expansion im US-Markt. Planungssicherheit auf beiden Seiten stärkt Investitionsbereitschaft und schafft Verlässlichkeit — gerade in einem Markt, in dem Amazon das Paketgeschäft zunehmend selbst kontrolliert.
Die DHL-Aktie reagierte moderat positiv: Vorbörslich legte das Papier auf Tradegate zeitweise um rund 0,3 Prozent auf 51,26 Euro zu. Eine starke Kursbewegung löste die Nachricht nicht aus — das Volumen der Partnerschaft war dem Markt grundsätzlich bekannt. Der Mehrjahresvertrag bestätigt die Zusammenarbeit strukturell und gibt dem US-Geschäft eine stabilere Basis für die nächsten Jahre.
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