Die Deutz AG baut sich um. Auf der heutigen Hauptversammlung in Köln geht es um mehr als nur Vergangenheitsbewältigung. Der Konzern treibt den Wandel vom klassischen Motorenbauer zum breiten Systemanbieter voran. Aktionäre stimmen dabei über die finanzielle Belohnung ab.
Höhere Ausschüttung nach starkem Jahresauftakt
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,18 Euro je Aktie vor. Das ist ein leichter Anstieg zum Vorjahr. Stimmt das Aktionärstreffen zu, wird das Papier am morgigen Donnerstag „Ex-Dividende“ gehandelt. Die Auszahlung folgt wenige Tage später.
Rückenwind liefert das erste Quartal. Der Auftragseingang kletterte auf 771 Millionen Euro. Das harte Sparprogramm greift. Die Folge: Die bereinigte EBIT-Rendite verbesserte sich auf sieben Prozent.
Fünf Säulen für die Zukunft
CEO Sebastian C. Schulte präsentiert den Aktionären die Strategie „Next DEUTZ“. Das operative Geschäft ruht künftig auf fünf Säulen. Neben dem klassischen Motorenbau rücken lukrative Service-Dienstleistungen und Energielösungen in den Fokus. Hinzu kommen die Bereiche Verteidigungstechnik und emissionsfreie Antriebe. Eine neue Markenidentität flankiert diesen Umbau.
Aktie im überkauften Bereich
An der Börse kommt der Kurswechsel gut an. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von knapp 24 Prozent. Aktuell pendelt der Kurs um die Marke von 10,69 Euro.
Ein Warnsignal liefert die Technik. Der RSI-Indikator steht bei 84,6 Punkten. Das Papier gilt damit als stark überkauft. Langfristig peilt das Management bis zum Jahr 2030 eine operative Marge von zehn Prozent an. Konkrete Details zur Umsetzung aus der heutigen Präsenzveranstaltung bilden die Basis für die weitere Bewertung der Aktie.
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