Die Deutz AG hat ihr langwieriges Sparprogramm beendet. Das Kölner Unternehmen übertrifft das eigene Einsparziel um rund zehn Prozent. Die harte Sanierung zeigt nun spürbare Wirkung im Kerngeschäft.
Motorengeschäft treibt den Gewinn
Das Segment für klassische Motoren schreibt wieder schwarze Zahlen. Im ersten Quartal 2026 übertraf der Bereich die Gewinnschwelle deutlich. Das schlägt direkt auf den gesamten Konzern durch. Das Konzernergebnis stieg von minus 10 Millionen auf knapp 22 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verdoppelte sich auf 0,18 Euro.
Ein Problem bleibt. Der freie Cashflow vor Übernahmekosten rutschte auf minus 7,2 Millionen Euro ab. Im Vorjahr stand hier noch ein Plus von gut 23 Millionen Euro in den Büchern.
Deutz baut aktuell auftragsbedingt mehr Vorräte auf. Außerdem belasten späte Abfindungen aus dem abgeschlossenen Sparprogramm die Kasse. Hinzu kommen hohe Ausgaben für die aktuelle Expansionsstrategie. Der Konzern investierte fast 120 Millionen Euro in neue Beteiligungen. Das Geld floss unter anderem in die Übernahme von Frerk Aggregatebau. Deutz kauft damit gezielt außerhalb des reinen Motorengeschäfts zu.
Aktie legt Atempause ein
Nach einer starken Kursrally im Vorfeld der Zahlen setzt nun eine Konsolidierung ein. Die Aktie verliert am Freitag gut drei Prozent auf 10,81 Euro. Kein Wunder. Mit einem RSI-Wert von über 87 gilt das Papier technisch als stark überkauft. Seit Jahresbeginn steht immer noch ein sattes Kursplus von rund 25 Prozent auf der Anzeigetafel.
Am 13. Mai treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Köln. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen dort eine Dividende von 0,18 Euro je Aktie vor.
Für das laufende Jahr hält das Management am bisherigen Kurs fest. Deutz plant einen Umsatz von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Die angestrebte operative Marge liegt bei maximal acht Prozent. Langfristig will der Vorstand den Umsatz bis 2030 auf vier Milliarden Euro steigern.
