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Deutz: Defense-Sparte erreicht 13,1% Marge

Deutz profitiert von hohen Margen im Verteidigungssegment und übertroffenen Sparzielen. Analysten sehen weiteres Potenzial für die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rüstungssparte erzielt operative Marge von 13,1 Prozent
  • Effizienzprogramm spart 55 Millionen Euro ein
  • Bereinigtes Quartalsergebnis steigt um 50 Prozent
  • Analystenkurse liegen über aktuellem Aktienkurs

Der Kölner Motorenbauer Deutz baut sein Geschäft um. Während das klassische Verbrenner-Segment unter der schwachen Konjunktur leidet, entwickelt sich die neue Verteidigungssparte zum Margenbringer. An der Börse geriet das Papier in den vergangenen Tagen unter Druck. Auf Wochensicht verlor die Aktie gut acht Prozent und schloss am Montag bei 9,86 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 14 Prozent auf der Anzeigetafel.

Rüstung liefert hohe Margen

Ein zentraler Baustein der neuen Strategie ist das Segment „Defense & Other“. Im ersten Quartal des laufenden Jahres steuerte dieser Bereich gut 22 Millionen Euro zum Umsatz bei. Besonders die Profitabilität fällt auf. Die bereinigte operative Marge (EBIT) erreichte in der Rüstungssparte 13,1 Prozent.

Damit schlägt das neue Geschäftsfeld den Konzernschnitt deutlich. Insgesamt verbesserte Deutz seine bereinigte EBIT-Marge auf sieben Prozent. Das Unternehmen positioniert sich zunehmend als Zulieferer für sicherheitskritische Antriebe. Angesichts der weltweiten Aufrüstungsprogramme verspricht das stabile Aufträge.

Sparkurs greift schneller als geplant

Parallel dazu entfaltet das Effizienzprogramm „Future Fit“ seine Wirkung. Der Vorstand übertraf das ursprüngliche Einsparziel um zehn Prozent und senkte die Kosten um etwa 55 Millionen Euro. Diese Entlastung schlug direkt auf das Ergebnis durch. Das bereinigte operative Quartalsergebnis kletterte um fast die Hälfte auf 37,3 Millionen Euro.

Den Umbau treibt das Management auch strukturell voran. Auf der Hauptversammlung Mitte Mai genehmigten die Aktionäre neues Kapital. Damit sichert sich der Vorstand finanzielle Flexibilität für mögliche Übernahmen. Im Fokus stehen dabei Zukäufe in den Bereichen Energie und alternative Antriebe. Aktionäre erhalten für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,18 Euro je Anteilsschein.

Analysten bleiben optimistisch

Die strategische Neuausrichtung kommt bei Marktbeobachtern gut an. Mehrere Banken raten aktuell zum Kauf der Aktie:

  • Quirin Privatbank: 14,00 Euro
  • Berenberg: 13,00 Euro
  • DZ Bank: 11,60 Euro

Für das Gesamtjahr peilt das Management einen Umsatz von bis zu 2,5 Milliarden Euro an. Charttechnisch ringt die Aktie aktuell um die 50-Tage-Linie bei 9,87 Euro. Gelingt der nachhaltige Ausbruch nach oben, rückt das 52-Wochen-Hoch von 12,46 Euro wieder in den Fokus.

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