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Deutz: Auftragseingang springt um 41 Prozent

KI-Datenzentren beflügeln die Nachfrage nach Notstromaggregaten. Deutz peilt eine Verdreifachung des Energieumsatzes auf über eine Milliarde Euro an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliarden-Umsatz im Energiegeschäft geplant
  • Auftragseingang steigt um 41 Prozent
  • Operatives Ergebnis verbessert sich deutlich
  • Neustrukturierung der Tochtergesellschaften

Rechenzentren fressen Strom. Fällt das Netz aus, müssen Notstromaggregate sofort einspringen. Davon profitiert nun ein Kölner Traditionskonzern. Die Deutz AG reitet auf der Welle der Künstlichen Intelligenz (KI) mit. Der Hersteller von Antriebssystemen erwartet einen massiven Nachfrageschub aus der Tech-Branche.

Ein lukratives Standbein

Spartenchef David Evans gibt eine klare Richtung vor. Das Energiegeschäft soll in den nächsten fünf Jahren einen Umsatz von über einer Milliarde Euro erzielen. Das entspricht einer Verdreifachung des aktuellen Niveaus. Der Grund: KI-Datenzentren treiben den Bedarf an verlässlichen Notstromsystemen massiv an.

Dieser strategische Fokus füllt bereits die Auftragsbücher. Das erste Quartal lieferte starke Zuwächse. Der Auftragseingang sprang um gut 41 Prozent auf 771 Millionen Euro. Auch der Konzernumsatz kletterte auf 530 Millionen Euro.

Der Gewinn zog noch deutlicher an. Das operative Ergebnis verbesserte sich um fast 46 Prozent. Es lag bei rund 37 Millionen Euro. Die bereinigte Marge stieg damit auf sieben Prozent. Deutz-Chef Sebastian Schulte lobt den Beitrag der neu erschlossenen Geschäftsfelder Energie und Verteidigung.

Umbau geht voran

Mit der hauseigenen Strategie treibt das Management den Wandel zu alternativen Antrieben voran. Pünktlich zum Juli ordnete der Konzern seine Tochtergesellschaften neu. Die Einheiten für Batteriesysteme und elektrifizierte Antriebe firmieren nun unter dem Namen NewTech. Das bündelt Software-Know-how und Hardware unter einem Dach.

An der Börse honorieren Investoren den Kurs. Die Aktie beendete die Woche bei 9,21 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von knapp sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 12,49 Euro bleibt jedoch noch ordentlich Luft nach oben.

Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 45 aktuell eine neutrale technische Ausgangslage. Hält die operative Dynamik im Motoren- und Energiegeschäft an, rückt der gleitende 100-Tage-Durchschnitt bei gut 10 Euro schnell wieder in den Fokus.

Diskussion zu Deutz AG

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.