Deutz hat am Freitag im schwachen Rüstungsumfeld 2,0% verloren. Medienberichten zufolge hatte bereits am Donnerstag eine erneute Umsatzprognosesenkung von Rheinmetall die Branchenstimmung belastet und frühe Deutz-Kursgewinne nach den Quartalszahlen aufgezehrt. Als Grund für Rheinmetalls gesenkte Erwartungen für 2026 nannten die Berichte einen verzögerten Boxer-Großauftrag.
Stimmrechtspaket bei knapp 30 Prozent
Abseits der Kursentwicklung rückte am Freitag eine Stimmrechtsmitteilung zu Deutz in den Blick. Thomas Liebelt, Felix Liebelt und Franziska Lindsay-Liebelt meldeten gemeinsam mit mehreren Beteiligungsgesellschaften ein abgestimmtes Stimmrechtspaket von 29,90 Prozent. Als Tag der Schwellenberührung nennt die Pflichtmitteilung den Donnerstag.
Zu den beteiligten Gesellschaften gehören BRIMA GmbH, J.O.S.S. Beteiligungsgesellschaft mbH, Universum Holding GmbH und FFG Beteiligungsgesellschaft mbH. Das gemeldete Paket entspricht rund 71,6 Millionen Stimmrechten. Bereits eine am Donnerstag veröffentlichte Mitteilung hatte für FFG und zugerechnete Stimmen eine Beteiligung in gleicher prozentualer Höhe ausgewiesen.
Gewinnentwicklung mit unterschiedlichen Signalen
Mit den Neunmonatszahlen meldete Deutz für 2026 einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro. Das entsprach einem Wachstum von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 36,0 Prozent auf 118,2 Millionen Euro. Beim Konzernergebnis des dritten Quartals zeigte sich dagegen ein Rückgang: Es sank auf 6,9 Millionen Euro nach 12,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Berenberg bestätigte am Freitag nach aus Sicht des Analysehauses durchwachsenen Quartalszahlen die Kaufempfehlung für Deutz. Das Kursziel blieb bei 16,50 Euro.
Eine weitere Personalentscheidung betrifft Finanzvorstand Oliver Neu: Deutz verlängerte seinen Vertrag am Donnerstag bis 2032. Für den 30. März 2027 stehen die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2026 und eine Bilanzpressekonferenz mit Analysten und Investoren im Unternehmenskalender.
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