Während Berenberg für Branchenkollegen wie Jungheinrich und Kion die Kursziele senkt, bleibt die Einschätzung für Deutz unangetastet: „Buy“ mit einem Ziel von 11,00 Euro. Analyst Lasse Stueben bestätigte die Empfehlung am 8. April — und die Zahlen geben ihm Rückenwind.
Operative Fortschritte im vierten Quartal
Im Schlussquartal 2025 steigerte Deutz den Umsatz um gut 7 Prozent auf 543 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel die Ergebnisverbesserung aus: Der Gewinn je Aktie kletterte von 0,13 auf 0,23 Euro. Entscheidend für die positive Marktwahrnehmung ist jedoch die bereinigte EBIT-Marge, die mit 6,8 Prozent um 300 Basispunkte über dem Vorjahreswert lag. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf rund 2 Milliarden Euro.
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Übernahme als Wachstumshebel
Für 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro — ein Sprung, der wesentlich durch die im Februar vollzogene Übernahme von Frerk getragen wird. Der Zukauf soll allein rund 100 Millionen Euro zum Jahresumsatz beisteuern. Analysten kalkulieren für das laufende Jahr mit einem Ergebnis je Aktie von 0,91 Euro, was gegenüber 2025 eine spürbare Steigerung bedeuten würde. Auch bei der Dividende zeichnet sich eine Aufwärtsbewegung ab: Nach 0,18 Euro je Aktie für 2025 — zur Abstimmung im Mai — erwarten Analysten für das Folgejahr eine höhere Ausschüttung.
Die Aktie notiert aktuell rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Februar, hat seit dem Tief Anfang April jedoch deutlich aufgeholt. Ob das Berenberg-Kursziel von 11,00 Euro erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie zügig die Frerk-Integration greift und ob die Margenprognose von 6,5 bis 8 Prozent gehalten werden kann.
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