Auf der Hauptversammlung herrschte Einigkeit, auf dem Kurszettel dominiert Rot. Nach der beschlossenen Dividendenerhöhung und dem Ex-Tag schickten Anleger die Deutz-Aktie zum Wochenende spürbar auf Talfahrt. Der Motorenhersteller rutschte am Freitag unter die psychologisch wichtige Marke von zehn Euro.
Mehr Geld für Aktionäre
Zuvor hatte das Management auf dem Aktionärstreffen am Mittwoch Rückendeckung erhalten. Der strategische Kurs in Richtung nachhaltiger Antriebs- und Energielösungen fand eine breite Mehrheit. Im gleichen Schritt stimmte die Versammlung für eine höhere Gewinnausschüttung. Aktionäre erhalten nun 0,18 Euro je Anteilsschein. Seit Donnerstag wird das Papier ex-Dividende gehandelt.
Technischer Rücksetzer
Der optische Dividendenabschlag allein erklärt den jüngsten Kursrutsch nicht. Zum Wochenschluss verlor die Aktie gut sechs Prozent und ging bei 9,93 Euro aus dem Handel. Auf Wochensicht summiert sich das Minus damit auf fast neun Prozent. Marktbeobachter werten die Bewegung als klassische Gewinnmitnahme nach einer zuvor steilen Rally.
Trotz des aktuellen Dämpfers blicken langfristig orientierte Investoren auf eine solide Bilanz. Seit Jahresbeginn steht ein zweistelliger prozentualer Kursgewinn auf der Tafel. Die übergeordnete Aufwärtsbewegung bleibt vorerst intakt.
Ein Blick auf die Indikatoren liefert den Grund für die abrupte Korrektur. Mit einem RSI-Wert von 83 galt das Papier im Vorfeld der Hauptversammlung als massiv überkauft. Ein wichtiges Auffangbecken für den kurzfristigen Handel bietet nun die 200-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 9,50 Euro und dient als nächste charttechnische Unterstützung.
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