Drei Mitglieder des Deutz-Aufsichtsrats haben nach einem Kursrückgang zu eigenen Aktien gegriffen und dafür zusammen gut 406.000 Euro investiert. Helmut Ernst erwarb am Mittwoch 6.999 Aktien zu je 11,57 Euro, Dietmar Voggenreiter stockte um 5.000 Stück zum gleichen Preis auf.
Der Motorenhersteller hatte kurz zuvor eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent des Grundkapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts durchgeführt und dabei brutto knapp 180 Millionen Euro eingeworben.
Solche Transaktionen verwässern bestehende Anteile, weshalb der Kurs zunächst unter Druck geraten war – ein Umstand, der die Insiderkäufe der Aufsichtsräte in ein bemerkenswertes Licht rückt.
Kapital für Integration und Diversifikation
Auch die vor gut einer Woche vermeldete Kooperation mit dem indischen Motorenbauer Kirloskar wird als Baustein dieser Wachstumsstrategie gewertet, auch wenn der Kurs seit jener Meldung leicht nachgegeben hat.
Dass gleich drei Aufsichtsratsmitglieder nahezu zeitgleich zukaufen, wird von Marktbeobachtern als Signal für Vertrauen in die eingeschlagene Strategie gedeutet. Insidertransaktionen dieser Größenordnung sind bei einem Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 1,83 Milliarden Euro kein alltäglicher Vorgang und dürften bei Anlegern registriert worden sein, die die Verwässerungseffekte der Kapitalerhöhung kritisch beäugt hatten.
Kurs reagiert positiv
Die Deutz-Aktie honoriert die Entwicklung: Sie notiert aktuell bei 12,37 Euro und legt damit am heutigen Freitag um 2,1 Prozent zu, nachdem sie am Donnerstag noch bei 12,12 Euro geschlossen hatte.
Über die vergangenen 30 Tage steht ein Plus von 22 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich das Papier um 46 Prozent verteuert.
Für Anleger verdichten sich damit mehrere Fäden zu einem Bild: Die Kirloskar-Kooperation soll neue Absatzmärkte erschließen, und die Aufsichtsräte signalisieren mit eigenem Geld, dass sie den eingeschlagenen Kurs mittragen.
Ob sich diese Zuversicht auch operativ niederschlägt, dürfte sich vor allem daran zeigen, wie zügig die Integration von FFG voranschreitet und ob die Kirloskar-Partnerschaft konkrete Aufträge nach sich zieht.
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