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Symbolbild, KI-generiert

Deutz Aktie: Bis zu 400 Stellen im Stammwerk gefährdet

Bernstein hält an 12,40 Euro fest, während Warburg 19 Euro nennt; mögliche Einschnitte in Köln sind noch nicht entschieden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bernstein bestätigt Deutz-Kursziel von 12,40 Euro
  • Warburg setzt Kursziel auf 19 Euro
  • Bis zu 400 Stellen könnten entfallen
  • Quartalsmitteilung erscheint am 5. November 2026

Analysten sehen Potenzial im Investitionsgütersektor

Am Donnerstag befasste sich Bernstein Research mit der europäischen Investitionsgüterindustrie. Analyst Alasdair Leslie stufte die Deutz-Aktie weiterhin mit „Outperform“ ein und bestätigte das Kursziel von 12,40 Euro. Nach seiner Einschätzung befindet sich der Aufschwung in diesem Industriezweig noch in einer vergleichsweise frühen Phase des Zyklus.

Bereits am Dienstag hatte MPCM (Warburg Research) eine Kaufempfehlung für den Kölner Motorenbauer ausgesprochen. Analyst Stefan Augustin setzte das Kursziel bei 19 Euro an und beließ das Votum auf „Buy“. Vor den anstehenden Geschäftszahlen stellte er einen stark gestiegenen Auftragseingang in Aussicht, wenngleich die Motorenproduktion vorerst auf einem niedrigen Niveau verharren dürfte.

Sparprogramme und Neuausrichtung im Konzern

Die gedämpfte Fertigung spiegelt die aktuelle Nachfrageschwäche im traditionellen Motorengeschäft wider. Vor rund zwei Wochen wurde bekannt, dass Deutz Anpassungen im Kölner Stammwerk prüft. Berichten des Handelsblatts zufolge könnten insgesamt bis zu 400 Stellen wegfallen, vor allem im Bereich kleinerer Antriebe.

Rund 100 Stellen seien bereits abgebaut oder befinden sich im Abbau. Ein Unternehmenssprecher bestätigte Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, verwies jedoch auf noch ausstehende Entscheidungen.

Parallel dazu treibt der Vorstand den Umbau des Portfolios voran. Mit der vor über einem Monat vereinbarten Übernahme der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH erweitert das Unternehmen seinen Aktionsradius.

Laut Handelsblatt sollen im Zuge dieser Transaktion zwei Anteilseignervertreter vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, um Platz für Vertreter der bisherigen FFG-Eigentümer zu machen. Zudem stärkte das Aufsichtsratsmitglied Dr. Dietmar Voggenreiter seine Beteiligung: Er kaufte am 8. Oktober insgesamt 5.000 Aktien zu einem Preis von je 10,68 Euro.

Zwischenbericht setzt den nächsten Markstein

Am Aktienmarkt spiegeln sich die Umbaupläne und Hoffnungen auf eine Erholung wider. Zum Handelsschluss am gestrigen Freitag notierte das Papier bei 10,82 Euro. Seit Jahresanfang entspricht dies einem Zuwachs von 27 Prozent.

Wie tragfähig der erwartete Anstieg der Bestellungen tatsächlich ausfällt, wird sich in wenigen Wochen zeigen. Am 5. November 2026 veröffentlicht Deutz die Quartalsmitteilung für die ersten drei Quartale 2026 und veranstaltet dazu eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren. Dieser Termin dürfte Aufschluss darüber geben, ob sich die operative Talsohle in der Produktion allmählich dem Ende zuneigt.

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