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Deutz Aktie: Berenberg erhöht die Messlatte

Die Bank Berenberg erhöht das Kursziel für Deutz auf 11 Euro und sieht Fortschritte in der Transformation. Das starke Vorjahresergebnis und geplante Kostensenkungen stützen die positive Einschätzung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von 10 auf 11 Euro angehoben
  • Starkes Wachstum bei Umsatz und bereinigtem EBIT 2025
  • Kostenbasis soll bis Ende 2026 deutlich sinken
  • Management gibt ambitioniertes Umsatzziel für 2026 aus

Berenberg hat das Kursziel für Deutz von 10 auf 11 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Lasse Stueben sieht spürbare Fortschritte bei der laufenden Unternehmenstransformation — das operative Geschäft zeige sich robuster gegenüber Konjunkturschwankungen als in der Vergangenheit.

Starkes 2025 als Grundlage

Die Einschätzung kommt nicht aus dem Nichts. Das Geschäftsjahr 2025 verlief für Deutz außergewöhnlich stark: Der Auftragseingang stieg um 13,7 Prozent auf rund 2,08 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 12,7 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro zu. Besonders auffällig war das bereinigte EBIT — es wuchs um rund 46 Prozent auf 112,3 Millionen Euro, mit einer Marge von 6,8 Prozent im Schlussquartal. Berenberg wertet dies als Beleg dafür, dass die laufenden Effizienzprogramme nun messbar in der Bewertung ankommen.

Über 25 Millionen Euro an Einsparungen wurden bereits 2025 realisiert. Bis Ende 2026 soll die Kostenbasis um mehr als 50 Millionen Euro gegenüber 2024 sinken — ein Ziel, das das Management mit einer neuen Struktur aus fünf eigenständigen Geschäftsbereichen untermauert.

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US-Zölle: Risiko mit Kalkül

Ein offenes Thema bleibt die US-Handelspolitik. Seit dem 24. Februar 2026 gelten 15-prozentige US-Importzölle, die rund 30.000 jährlich exportierte Motoren direkt betreffen. CEO Sebastian Schulte schließt eine Produktionsverlagerung in die USA aus — die Stückzahlen rechtfertigten die Investition nicht. Stattdessen sollen die Mehrkosten vollständig an amerikanische Kunden weitergegeben werden. Das Argument dahinter: Britische und japanische Wettbewerber stehen vor denselben Zollbarrieren, was Deutz keinen relativen Nachteil beschert. Kurzfristig könnte sogar ein Vorzieheffekt entstehen, wenn Kunden Lagerbestände aufbauen, bevor die Abgaben voll greifen.

Mai als nächste Bewährungsprobe

Am 7. Mai veröffentlicht Deutz die Quartalsergebnisse für Q1 2026 — dann zeigt sich, ob das Rüstungs- und Energiegeschäft die Schwäche im Agrarbereich tatsächlich kompensiert. Sechs Tage später steht auf der Hauptversammlung eine Dividende von 0,18 Euro je Aktie zur Abstimmung. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro an — ein ambitionierter Sprung gegenüber den 2,04 Milliarden Euro des Vorjahres.

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Diskussion zu Deutz AG

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