Ein Milliardär kauft sich bei Vodafone ein. Die Deutsche Telekom profitiert davon – ausgerechnet von ihrem größten Konkurrenten. Am Freitag sprang die Aktie um 3,40 Prozent auf 26,15 Euro und zählte damit zu den stärksten Werten im DAX.
Ein Eigentümerwechsel bei Vodafone zieht die Branche mit
Der Auslöser kam aus London. Emirates Telecom verkauft seine Vodafone-Beteiligung an den französischen Milliardär Xavier Niel. Für 112,5 britische Pence je Aktie wechseln knapp 3,9 Milliarden Papiere den Besitzer.
Niel sichert sich damit gut 16 Prozent der Kapitalanteile und rund 17 Prozent der Stimmrechte. Er wird zum größten Anteilseigner bei Vodafone. Emirates Telecom kassiert im Gegenzug rund 5,2 Milliarden Euro.
Die Neuordnung beim britischen Wettbewerber strahlte auf die gesamte europäische Telekombranche aus. Die Deutsche Telekom als größter Player auf dem Kontinent profitierte davon direkt mit.
JPMorgan sieht deutliches Aufwärtspotenzial
Am selben Tag bestätigte JPMorgan ihre Einschätzung zur Telekom-Aktie. Die Bank beließ das Rating bei „Overweight“ und das Kursziel bei 40 Euro. Das liegt deutlich über dem aktuellen Niveau von 26,15 Euro.
Analyst Akhil Dattani erklärt den Kursrückgang der vergangenen Monate mit strategischen Unsicherheiten. Gegenüber dem Höchststand vom März 2025 hatte die Aktie rund 30 Prozent verloren. Laut Dattani dürfte es noch mehrere Quartale dauern, bis sich die Aussichten spürbar verbessern.
Trotzdem werde die Bewertung für Investoren zunehmend attraktiv, so der Analyst. Er traut der Telekom weiterhin zweistellige Gewinnsteigerungsraten je Aktie zu. Ein Hinweis: Dattanis Vergleichsbasis ist der Höchststand aus dem Frühjahr 2025 – nicht zu verwechseln mit dem aktuellen 52-Wochen-Hoch, das die Aktie erst Ende Februar 2026 markierte.
Das Chartbild bleibt trotz des Freitagssprungs angeschlagen
Der Kurssprung ändert wenig an der schwachen Gesamtlage. Auf Monatssicht steht ein Minus von 8,18 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sind es 6,17 Prozent. Auf Zwölf-Monats-Sicht beträgt der Verlust 14,54 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro, erreicht am 27. Februar 2026, trennen die Aktie noch fast 24 Prozent. Zum Jahrestief von 23,54 Euro von Ende Juni bleibt dagegen nur ein Puffer von gut 11 Prozent. Der Kurs notiert weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 27,38 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 28,76 Euro.
Der RSI liegt bei 48,2. Das signalisiert weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation.
Für die kommende Woche dürfte entscheidend sein, ob sich die positive Dynamik aus dem Vodafone-Umfeld fortsetzt. Die Marke von 27 Euro gilt dabei als nächste Hürde, bevor der 50-Tage-Durchschnitt bei 27,38 Euro in den Blick rückt. Mit einer annualisierten Volatilität von 31,57 Prozent bleibt die Aktie in einer Phase spürbar erhöhter Schwankungsbreite.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 12. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
