Für die Deutsche Telekom stehen entscheidende Tage an. Während der Aktienkurs zuletzt spürbar einbrach, rücken nun gleich zwei Großereignisse in den Fokus. Die US-Tochter öffnet ihre Bücher, parallel droht in Deutschland Ungemach im Tarifstreit. Das dürfte spannend werden.
US-Tochter unter Beobachtung
Der wichtigste Kurstreiber der kommenden Woche sitzt in den USA. Am 28. April präsentiert T-Mobile US seine Quartalszahlen. Die Telekom hält knapp 53 Prozent an dem amerikanischen Mobilfunker. Dieser Anteil liefert traditionell den Löwenanteil zum Konzerngewinn.
Zuletzt sorgte eine aggressivere Preispolitik des US-Konkurrenten AT&T für Nervosität am Markt. Investoren befürchten einen intensiveren Preiskampf. Ein weiteres Risiko für die Bilanz ist der schwache US-Dollar. Allein im Schlussquartal 2025 kosteten Währungseffekte den Konzern rechnerisch rund 600 Millionen Euro.
Harte Fronten in Siegburg
Einen Tag vor den US-Zahlen geht es in Siegburg ans Eingemachte. Am 27. April treffen sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di zur zweiten Tarifrunde. Die Forderungen haben es in sich.
Ver.di vertritt rund 60.000 Beschäftigte und fordert konkret:
– 6,6 Prozent mehr Entgelt
– Zwölf Monate Laufzeit
– Einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro
– 120 Euro monatlich mehr für Auszubildende
Die Arbeitgeberseite legte zum Auftakt kein Angebot vor. Bis Ende Mai stehen insgesamt vier Verhandlungstermine im Kalender.
Chartbild tiefrot
An der Börse hinterließen die jüngsten Unsicherheiten tiefe Spuren. Auf Monatssicht verlor die Telekom-Aktie fast zehn Prozent an Wert. Am Freitag schloss das Papier bei 29,11 Euro. Damit notiert der Kurs knapp unter der viel beachteten 200-Tage-Linie.
Ein technischer Lichtblick: Der RSI-Wert von 29 signalisiert mittlerweile eine überverkaufte Situation. Die Dividende liefert ein starkes fundamentales Argument gegen den Abwärtstrend. Erst Anfang April kassierten Aktionäre exakt einen Euro je Anteilsschein. Das entspricht einem Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Nach dem US-Bericht und den Tarifgesprächen richtet sich der Blick schnell auf die Konzernzentrale in Bonn. Am 13. Mai veröffentlicht die Deutsche Telekom ihre eigenen Zahlen für das erste Quartal. Das Management peilt für 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis von gut 47 Milliarden Euro an. Spätestens dann wird klar, wie stark der US-Wettbewerb und Währungseffekte die Jahresziele wirklich belasten.
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