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Deutsche Telekom Aktie: ver.di fordert 6,6 Prozent

Tausende Telekom-Mitarbeiter legen Arbeit nieder. Trotz starkem Quartal und Rekord beim Glasfaserausbau drohen Verzögerungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 60.000 Beschäftigte im Ausstand
  • Umsatzplus von 4,7 Prozent im Q1
  • Rekord beim Glasfaserausbau im April
  • Aktie notiert auf 200-Tage-Linie

Die Deutsche Telekom steht unter Druck. Während die vierte Verhandlungsrunde mit ver.di läuft, legen bundesweit Tausende Beschäftigte die Arbeit nieder. Die Fronten sind verhärtet — und die operative Leistung des Konzerns gerät ins Visier.

60.000 Beschäftigte im Arbeitskampf

Ver.di fordert für die rund 60.000 bis 70.000 Tarifbeschäftigten eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit. Hinzu kommen ein jährlicher Mitgliederbonus von 660 Euro sowie eine monatliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 120 Euro.

Das Arbeitgeberangebot? Die Gewerkschaft nennt es „vage, unvollständig und vollkommen unzureichend“. Seit dem 28. April haben sich bereits über 32.000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Die Folgen sind spürbar: Wartezeiten im Kundenservice, abgesagte Technikereinsätze, geschlossene T-Shops. Auch der Glasfaserausbau leidet unter den Arbeitsniederlegungen.

Operative Stärke — trotz Konflikt

Die Streiks treffen einen Konzern, der operativ liefert. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz organisch um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr peilt die Telekom ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro und einen Free Cashflow von über 19,8 Milliarden Euro an.

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Parallel dazu meldet das Unternehmen einen Rekord beim Glasfaserausbau. Im April 2026 entstanden 209.000 neue Anschlüsse — ein Plus von über 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt können nun 13,2 Millionen Haushalte und Betriebe Glasfasertarife nutzen.

Kursentwicklung unter Beobachtung

Die Aktie notiert bei 29,17 Euro und bewegt sich damit exakt auf dem 200-Tage-Durchschnitt. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von 14,78 Prozent zu Buche. Der RSI von 74,8 signalisiert eine überkaufte Marktsituation.

Die Verhandlungen am 26. und 27. Mai gelten als entscheidend. Ein Abschluss könnte operative Risiken beim Netzausbau begrenzen und den Weg für eine Neubewertung freimachen. Scheitern die Gespräche, droht eine Ausweitung des Arbeitskampfes — mit direkten Folgen für Kostenstruktur und Ausbaugeschwindigkeit.

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