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Deutsche Telekom Aktie: UBS hält 36,60-Euro-Ziel trotz Jahrestief

Die Telekom-Aktie fällt auf ein 52-Wochen-Tief, während die UBS ihr optimistisches Kursziel bekräftigt. Belastungsfaktoren sind Fusionspläne, Starlink-Konkurrenz und das Ende des Aktienrückkaufs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie erreicht 52-Wochen-Tief
  • UBS bestätigt Kaufempfehlung
  • Druck durch Fusionspläne und Starlink
  • Technische Indikatoren zeigen Überverkauf

Die Deutsche Telekom-Aktie notiert so tief wie seit einem Jahr nicht mehr. Fusionspläne, Starlink-Konkurrenz und das Ende des Aktienrückkaufprogramms drücken gleichzeitig auf den Kurs — während die UBS ein Kursziel aufrechthält, das mehr als 50 Prozent über dem aktuellen Niveau liegt.

Warum der Kurs einbricht

Konzernchef Timotheus Höttges plant einen engeren Zusammenschluss zwischen der europäischen Muttergesellschaft und der US-Tochter T-Mobile US. Die Märkte reagierten mit Ablehnung. Am Dienstag verlor die Aktie im XETRA-Handel 3,75 Prozent und war zeitweise der schwächste DAX-Wert.

Hinter dem Verkaufsdruck stecken drei Faktoren. Erstens gilt die Integration von T-Mobile US als politisch heikel — der Bund und die KfW halten zusammen rund 28 Prozent an der Telekom. Zweitens wächst der Druck durch Satelliten-Breitband: SpaceX Starlink gilt zunehmend als strukturelle Bedrohung für das klassische Mobilfunkgeschäft. Drittens stützte das frühere Aktienrückkaufprogramm den Kurs — es läuft aus.

Das Ergebnis: ein 52-Wochen-Tief bei 23,54 Euro, erreicht am Dienstag. Auf Jahressicht liegt die Aktie rund 23 Prozent im Minus.

UBS hält an 36,60 Euro fest

Analyst Polo Tang von der UBS bestätigte trotzdem das Kursziel von 36,60 Euro und die Einstufung „Buy“. Er räumt die Skepsis rund um T-Mobile US und Starlink ein — sieht das operative Kerngeschäft aber als robust an.

Das Bild, das die Fundamentaldaten zeichnen, stützt diese Einschätzung teilweise. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 4,7 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte um 7,5 Prozent zu. Fitch hob das Kreditrating kürzlich auf „A-“ an.

Technisch überverkauft, Katalysatoren in Sicht

Charttechnisch ist die Lage angespannt. Der RSI liegt bei 20,7 — tief im überverkauften Bereich. Die Aktie notiert knapp 14 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 27,72 Euro. Wichtige Unterstützungen bei 23,40 und 22,70 Euro wurden bereits getestet.

Am heutigen Mittwoch veröffentlicht die Bundesnetzagentur die Ergebnisse des Mobilfunk-Stresstests. Sie könnten Hinweise auf nötige Netzinvestitionen geben — und damit neue Kostenfragen aufwerfen. Der nächste harte Termin folgt am 6. August 2026: Dann präsentiert die Telekom ihre Zahlen für das zweite Quartal. Bestätigt der Konzern dann die operative Stärke, die UBS-Analyst Tang erwartet, könnte das die Stimmungswende einleiten, auf die technisch orientierte Anleger mit Blick auf den überverkauften RSI bereits warten.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.