Die Deutsche Telekom schaltet in den USA den nächsten Gang ein. T-Mobile US geht eine seltene Allianz mit den direkten Konkurrenten AT&T und Verizon ein – mit einem ehrgeizigen Ziel: Schluss mit Funklöchern. Parallel dazu lockert die Tochter ihre Rabattbeschränkungen. Der Preiskampf im US-Markt verschärft sich.
Satelliten-Pakt gegen Funklöcher
T-Mobile US, AT&T und Verizon bauen ein Gemeinschaftsunternehmen auf. Es setzt auf satellitengestützte Direct-to-Device-Technologie. So sollen ländliche Gebiete und Nationalparks künftig flächendeckend versorgt werden – ohne teure neue Mobilfunkmasten.
Die drei größten US-Anbieter entwickeln gemeinsame technische Standards. Für die Deutsche Telekom ist das Projekt zentral. Die Mehrheitsbeteiligung an T-Mobile US (rund 54 Prozent) bleibt der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns.
Preiskampf in den USA
Zeitgleich ändert T-Mobile US seine Vertriebsstrategie. Das Unternehmen hat die Beschränkungen für Kundenrabatte aufgehoben. Grund: der verschärfte Wettbewerb und eine gestiegene Wechselbereitschaft im lukrativen Postpaid-Geschäft.
Marktbeobachter werten das als Signal für einen wieder aufflammenden Preiskampf. Analysten sehen das faire Kursniveau für T-Mobile US bei rund 202 US-Dollar – gemessen am aktuellen Kurs von 190 Dollar ein Aufwärtspotenzial.
Starke Quartalszahlen
Am 13. Mai präsentierte die Deutsche Telekom die Zahlen für das erste Quartal. Der organische Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu. Das US-Geschäft trug mit einem EBITDA-Plus von 12 Prozent bei.
Das Management hob die Prognose für 2026 an. Der Free Cashflow soll nun mehr als 19,8 Milliarden Euro erreichen. Im deutschen Glasfasermarkt knackte die Telekom die Marke von 13 Millionen anschließbaren Haushalten, 2,2 Millionen Kunden nutzen bereits einen FTTH-Vertrag.
Tarifkonflikt und Kursreaktion
Heute endet die dreitägige Warnstreikwelle von Verdi. 32.000 Beschäftigte beteiligten sich bundesweit. Die Gewerkschaft fordert 6,6 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit sowie einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro.
Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai angesetzt. Die Aktie der Deutschen Telekom notierte am Donnerstag bei 29,26 Euro – ein Plus von 0,41 Prozent zum Vortag. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt mit 38,56 Euro deutlich über dem aktuellen Niveau. Das 52-Wochen-Hoch von 34,25 Euro bleibt vorerst außer Reichweite.
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