Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom spitzt sich weiter zu. Verdi hat die Warnstreiks auf mehrere Bundesländer ausgeweitet und ruft für Dienstag bis Donnerstag zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf. Kunden müssen erneut mit spürbaren Einschränkungen rechnen.
Gewerkschaft erhöht den Druck
Die Forderungen sind klar formuliert: 6,6 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie ein Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Betroffen sind rund 60.000 Tarifbeschäftigte in 20 tarifgebundenen Gesellschaften des Konzerns, deren Verträge mehrheitlich Ende März 2026 ausliefen.
Besonders in NRW wird die Auseinandersetzung sichtbar: Am Mittwoch (20. Mai) findet in Köln eine zentrale Kundgebung statt, zu der Verdi mehr als 2.000 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesland erwartet. Filialen in NRW dürften weitgehend geschlossen bleiben. Bundesweit haben sich seit Beginn der Warnstreiks nach Gewerkschaftsangaben bereits mehr als 32.000 Beschäftigte beteiligt. Die Stimmung auf Seiten der Belegschaft fasste Verdi-Landesarbeitskampfleiter Martin Wolff prägnant zusammen: Die Beschäftigten hätten genug von vagen Angeboten.
Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai 2026 angesetzt. Bis dahin bleibt der Druck hoch.
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Aktienrückkauf läuft unbeeindruckt weiter
Parallel zum Arbeitskampf setzt der Konzern sein im April 2026 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm unbeirrt fort. In der Woche vom 11. bis 15. Mai 2026 erwarb die Deutsche Telekom AG insgesamt rund 1,6 Millionen eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittskurs von knapp 27,79 Euro — ein Gesamtvolumen von gut 45 Millionen Euro allein in dieser Woche. Seit Programmstart wurden damit bereits mehr als 9 Millionen Aktien zurückgekauft.
Die Aktie notierte zuletzt nachbörslich bei rund 28,66 Euro und lag damit leicht unter dem XETRA-Schluss. Analysten sehen das Papier trotz der vergleichsweise verhaltenen Kursentwicklung — während andere DAX-Werte zuletzt deutlich anzogen — mit Blick auf die Bewertung als interessant an. Das laufende Rückkaufprogramm signalisiert jedenfalls, dass das Management die aktuelle Kursschwäche als Gelegenheit begreift.
Ob der anhaltende Tarifstreit den Kurs mittelfristig nennenswert belastet, hängt maßgeblich vom Verlauf der kommenden Verhandlungsrunde Ende Mai ab.
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