Deutsche Telekom liefert auf mehreren Fronten gleichzeitig: solide Jahreszahlen, ein laufendes Milliarden-Rückkaufprogramm und eine Satelliten-Partnerschaft mit Starlink, die das Netzangebot ab 2028 grundlegend verändern soll. Die Aktie hat davon bereits profitiert – ein Plus von rund 17 Prozent seit Jahresbeginn spricht für sich.
Rückkäufe, Dividende und starke US-Tochter
Das Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig. Allein in der Woche vom 2. bis 6. März erwarb der Konzern über 1,1 Millionen eigene Aktien über Xetra. Seit Programmstart Anfang Januar summiert sich die Zahl auf gut 12,3 Millionen zurückgekaufte Aktien – Teil eines auf bis zu 2 Milliarden Euro angelegten Programms für 2026.
Dazu kommt eine erhöhte Dividende: Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand 1,00 Euro je Aktie vor, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 8. April geplant, kurz nach der Hauptversammlung am 1. April.
Den Löwenanteil des Konzernwachstums liefert weiterhin T-Mobile US. Die US-Tochter steigerte ihren Service-Umsatz 2025 um 7,8 Prozent, der operative Gewinn wuchs um knapp sieben Prozent. Im Februar erhöhte die Telekom ihren Anteil an T-Mobile US auf 52,8 Prozent – und kündigte an, 2026 keine weiteren Anteile zu verkaufen. Der Konzernumsatz insgesamt kletterte auf 119,1 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis auf 44,2 Milliarden Euro.
Starlink-Deal und Glasfaser als Wachstumstreiber
Der Heimatmarkt Deutschland zeigt ein gemischtes Bild. Der Gesamtumsatz sank leicht auf 25,6 Milliarden Euro, weil Geräteumsätze rückläufig waren. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich dennoch auf 10,7 Milliarden Euro. Beim Glasfaserausbau meldete der Konzern Rekordtempo: 2,5 Millionen neue Anschlüsse in 2025, insgesamt 12,6 Millionen erreichbare Haushalte. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Millionen sein.
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Technologisch setzt die Telekom auf eine Kooperation mit Starlink, die auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt wurde. Ab Frühjahr 2028 soll die sogenannte Direct-to-Cell-Technologie in Deutschland und neun weiteren europäischen Märkten verfügbar sein. Verliert ein Smartphone das terrestrische Netz, wechselt es automatisch ins Starlink-Satellitennetz – für Daten, Sprache, Video und SMS. Für den Konzern bedeutet das vor allem mehr Netzrobustheit in Ausnahmesituationen wie Naturkatastrophen oder Stromausfällen.
Ausblick: Erste Bewährungsprobe im Mai
Für 2026 peilt die Telekom ein bereinigtes EBITDA von rund 47,4 Milliarden Euro an, den Free Cash Flow auf etwa 19,8 Milliarden Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie auf rund 2,20 Euro – ein währungsbereinigtes Plus von etwa zehn Prozent. Die europäischen Landesgesellschaften bleiben dabei ein Unsicherheitsfaktor: Preisdruck in Mittel- und Osteuropa sowie regulatorische Einschränkungen begrenzen dort die Margenspielräume.
Ob die ambitionierten Jahresziele erreichbar sind, zeigen erstmals die Q1-Zahlen am 13. Mai – der erste konkrete operative Gradmesser des neuen Geschäftsjahres.
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