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Deutsche Telekom Aktie: Nvidia-Kapazitäten in München ausgebucht

Die Deutsche Telekom hebt nach solidem Quartal die Jahresziele an. Der Aktienkurs bleibt jedoch schwach und notiert deutlich unter der 200-Tage-Linie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigtes Ergebnis übertrifft Erwartungen
  • Gewinnziel auf 47,5 Milliarden Euro angehoben
  • T-Mobile US treibt Wachstum an
  • KI-Cloud-Kapazitäten bereits ausgebucht

Operativ läuft es rund, an der Börse herrscht Skepsis. Die Deutsche Telekom hebt nach einem soliden Auftaktquartal ihre Jahresziele an und treibt den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur voran. Die Aktie spiegelt diese Dynamik bislang nicht wider.

Mit einem Schlusskurs von 27,70 Euro am Freitag notiert das Papier auf Jahressicht rund 15 Prozent im Minus. Der Abstand zur 200-Tage-Linie verdeutlicht die anhaltende Schwäche. Sie verläuft bei 29,24 Euro und bleibt damit vorerst außer Reichweite.

Im Tagesgeschäft liefert der Bonner Konzern verlässliche Zahlen. Das bereinigte operative Ergebnis stieg im ersten Quartal um zwei Prozent auf 11,52 Milliarden Euro. Damit übertraf das Management die Markterwartungen.

Für das Gesamtjahr 2026 legt der Vorstand die Messlatte nun etwas höher. Das Gewinnziel steigt auf rund 47,5 Milliarden Euro. Der freie Barmittelzufluss soll die Marke von 19,8 Milliarden Euro übertreffen.

T-Mobile US bleibt der Motor

Der wichtigste Treiber ist weiterhin das US-Geschäft. T-Mobile US verbuchte ein prozentual zweistelliges Wachstum beim Service-Umsatz und gewann mehr als eine halbe Million neue Breitbandkunden.

Die Beteiligung der Deutschen Telekom an der amerikanischen Tochter kratzt mittlerweile an der 54-Prozent-Marke. Verkäufe von Anteilen stehen in diesem Jahr nicht auf der Agenda.

KI-Cloud und Glasfaser im Fokus

Abseits der traditionellen Telekommunikation rückt die „Industrial AI Cloud“ in den Mittelpunkt. Im Februar eröffnete der Konzern in München eine Anlage, die die verfügbare KI-Rechenkapazität in Deutschland massiv erhöht. Die Nachfrage ist hoch: Die Kapazitäten der verbauten Nvidia-B200-Chips sind bereits ausgebucht.

Parallel dazu treibt die Telekom den Glasfaserausbau voran. Ende März nutzten 2,2 Millionen Kunden in Deutschland einen aktiven Anschluss. Die Aufnahmerate liegt bei 17,1 Prozent — ein moderater Anstieg, der zeigt, dass viele der erreichbaren Haushalte den Anschluss noch nicht aktivieren.

Analysten reagieren mehrheitlich positiv auf die Entwicklung. Die Deutsche Bank und Goldman Sachs raten zum Kauf, sehen das Kursziel aber bei 42 beziehungsweise 40 Euro. Bernstein Research stuft das Papier auf „Outperform“ ein.

Für kurzfristige Impulse dürfte die vierte Tarifverhandlungsrunde sorgen. Am 26. und 27. Mai verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaften über die Zukunft der rund 60.000 Tarifbeschäftigten. Ein Abschluss schafft Planungssicherheit für die kommenden Quartale.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.